Nach einem für Martin Kaymer spannenden Finale in der Ryder Cup-Qualifikation steht Europas Team. Er ist ebenso dabei wie Ian Poulter und Nicolas Colsaerts, die von Jose Maria Olazabal eine Wildcard erhielten. Ins Grübeln kommt sein US-Pendant Davis Love III.
Die großen Überraschungen blieben bei der Bekanntgabe der beiden Wildcards für Europas Ryder Cup-Team aus. Nachdem am Vortag mit Abschluss der Johnnie Walker Championship die zehn über die Rangliste qualifizierten Spieler feststanden, komplettierte Olazabal sein Team mit Colsaerts und Poulter. Es war eine logische Wahl, denn die beiden sind in der World Points List auf den Rängen elf und zwölf platziert und zählen auch in der Weltrangliste zu den 12 besten Europäern.
Poulter und Colsaerts sind Match Play-Experten
Erstmals hat Olazabal in der Ryder Cup-Geschichte ein Team beisammen, das auch aus den 12 in der Weltrangliste am besten platzierten Europäern besteht. Alle sind unter den Top-35 platziert. Colsaerts und Poulter haben zudem in der Vergangenheit bereits ihre Stärke im Kampf Mann gegen Mann bewiesen. Colsaerts gewann in diesem Jahr die Volvo Match Play Championship und krönte damit seine tolle Saison, in der er reihenweise Top-10-Platzierungen einfuhr. Er ist erstmals beim Ryder Cup dabei und zudem der erste Belgier, der sich qualifizieren konnte.
Poulters Qualitäten sind unbestritten. Er war schon dreimal beim Ryder Cup dabei und gewann zweimal mit Europa den Titel. Er zählt zu den weltbesten Match Playern und hat beim Ryder Cup von seinen elf Spielen acht gewonnen. Drei Top-10-Platzierungen bei den Majorturnieren, darunter Rang drei zuletzt bei der PGA Championship sprachen ebenfalls für ihn.
Harrington und Cabrera-Bello fehlen die Argumente
Ins Schwanken wäre Jose Maria Olazabal wohl nur gekommen, wenn die letzten beiden Turniere, die Johnnie Walker Championship auf der European Tour und das The Barclays auf der US Tour, einen anderen Verlauf genommen hätten. In Gleneagles hätte der Spanier Raffael Cabrera-Bello mit einem Sieg nachhaltigen Eindruck hinterlassen können, doch am Ende reichte es für ihn nur zu Rang zehn.
Auch Padraig Harrington galt als potenzieller Wildcard-Kandidat und spätestens als der Ire nach der ersten Runde beim The Barclays in Führung lag, horchten alle Ryder Cup-Aspiranten auf. Harrington konnte diesen Lauf allerdings nicht fortsetzen und Olazabal als geteilter 19. schließlich keine Argumente für eine Nominierung liefern.





