Karl-Heinz Rummenigge hat sich einmal mehr optimistisch gezeigt, dass die Einnahmen der Deutschen Fußball Liga (DFL) aus der Vermarktung der audiovisuellen Verwertungsrechte weiter steigen werden. Italien habe die Bundesliga im Visier. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München sagte gegenüber SPONSORs: "Ich bin überzeugt, dass wir irgendwann zumindest Italien einholen werden. Die liegen ja heute bei etwa einer Milliarde Euro per annum." Exakt sind es in der Rechteperiode ab der Saison 2012/13 bis zum Ende der Spielzeit 2014/15 für die nationalen Live-Rechte 829 Millionen Euro. Kumuliert mit den Highlight-Rechten (14 Millionen Euro pro Saison) sowie den Auslandsrechten, die sich die Agentur MP & Silva zum Preis von durchschnittlich 117 Millionen Euro pro Jahr (Spielzeiten 2012/13 bis Ende 2014/15) gesichert hat, steigt die Summe auf 960 Millionen Euro an.
Rummenigge klatscht Beifall für die Premier League
Rummenigge sagt: "Ich glaube fest daran, dass wir eine solche Summe in der Zukunft auch mit der Bundesliga erzielen können. Immer vorausgesetzt, dass sich das Pay-TV weiter so gut entwickelt wie es aktuell aussieht." Betrachtet man lediglich die nationalen Verwertungsrechte, erlöst die Bundesliga in der vierjährigen Rechteperiode ab der Spielzeit 2013/14 im Schnitt 628 Millionen Euro. Schon beim Abschluss des neuen Vertrages sagte Rummenigge: "Die Steigerung des TV-Vertrages auf die nunmehrige Summe ist ein Meilenstein in der Geschichte der Fußballbundesliga." Eine Liga sieht der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters realistisch betrachtet aber noch nicht in Sichtweite: "Die Premier League läuft uns schon seit 15 Jahren vorneweg. Für ihre Arbeit bei der TV-Vermarktung national wie international kann man nur Beifall klatschen." Allein bei der Vermarktung der nationalen Live-Rechte erzielte die englische Liga bei der Vergabe im vergangenen Sommer für den neuen Dreijahreszyklus (Spielzeiten 2013/14 bis Ende 2015/16) die neue Rekordsumme von umgerechnet rund 1,25 Milliarden Euro. Im Vergleich zur Rechteperiode zuvor bedeutet dies eine Steigerung von 70 Prozent. Hinzu kommen noch einmal rund 220 Millionen Euro für die Highlight-Rechte.
