Die große Liebe endete im Desaster. Valentino Rossi und Ducati wurden nicht glücklich miteinander. Nach keinem einzigen Sieg in zwei Jahren wechselt der Motorrad-Held zu seinem ehemaligen Team Yamaha zurück und will als Champion vom Motorrad absteigen.
Valentino Rossi verabschiedet sich vom Team Ducati. Vor zwei Jahren wurde er mit großem Jubel empfangen, sein Abgang wird eher still. Die Trennung wurde von der italienischen Traditionsfirma bekannt gegeben. Der neunmalige Weltmeister wechselt demnach zu seinem alten Arbeitgeber Yamaha, da er seine Karriere nicht mit zwei erfolglosen Jahren ausklingen lassen möchte.
Rossi verliert gegen das unbändige Bike
Rossi sieht bei Ducati keine Zukunft, obwohl Audi eingestiegen und Ducati übernommen hatte, verbesserte sich nichts bei Rossis alter Liebe, die 2003 der MotoGP beigetreten war. Die langjährigen Skeptiker behielten am Ende doch recht. Mentalitätsprobleme wurden pophezeit, traten jedoch nicht ein, dafür war die Auffassung zu unterschiedlich. Rossi war es gewohnt, in kurzer Zeit möglichst viele Fortschritte mit der Maschine zu machen, sie weiterzuentwickeln - scheiterte bei Ducati aber an dem unbändigen Bike, mit dem lediglich Casey Stoner (Australien) 2007 den Weltmeistertitel gewann.
Zwar war von Anfang an wohl jedem klar, dass Rossi es schwer haben würde. Die schlimmen Befürchtungen wurden allerdings nochmals übertroffen. Rossi gelang auf Ducati nicht ein Sieg in zwei Jahren. Ihn, den Superstar der Motorrad-Szene, zermürbte das mit der Zeit und der Fall vom Treppchen war tief. Aktuell kämpft der Italiener unter anderem mit Stefan Bradl um die Plätze fünf bis neun und sieht dabei auch oftmals das Hinterrad von Bradl, einem MotoGP-Neuling.
Am Ende will er ein Sieger sein
Für Rossi, der langsam sein Karriereende plant, ist das ein unwürdiges Ende und sein Stolz lässt das nicht zu. Er ist ein Siegertyp. Jemand, der die Herausforderung nochmals annimmt - und zwar bei Yamaha, die den aktuellen WM-Spitzenreiter Jorge Lorenzo (Spanien) stellen. Als Rossi den japanischen Rennstall verließ, wurde der Spanier Champion, Yamaha hat gute Erfahrungen mit ihm gemacht und so wird Rossi auch nicht als Nummer eins zu seinem alten Rennstall zurückkehren, immerhin aber mit jeder Menge neuer Motivation, denn er will am Ende ein Sieger sein.
Geld spielt für den Multimillionär kaum eine Rolle, so dass er sogar auf viel Geld verzichten wird. Sein Image und seine Fans stehen im Vordergrund. Die Fans, die ihn immer noch in aller Welt verehren und seit zwei Jahren mit ihm leiden. Ihnen möchte er ebenso wie sich selbst noch einmal zeigen, dass er die Nummer eins des MotoGP ist.
