Von den großen Vieren im Herren-Tennis sind bei den US Open nur drei am Start. Den Titel werden Roger Federer, Novak Djokovic und Andy Murray wohl unter sich ausmachen, alles andere käme einer Überraschung gleich. Rafael Nadal fehlt verletzungsbedingt.
Federer machte keinen Hehl daraus, dass er seinen Dauerrivalen bei den US Open vermisst. "Es ist schade, dass er nicht da ist", betonte Federer - und äußerte die Hoffnung, dass der Spanier gestärkt und gesund aus dem "brutalen Prozess" wieder auf die Tennisplätze zurückkehrt.
Nadal hatte kürzlich erklärt, er leide am Hoffa-Kastert-Syndrom. Diese chronische Verletzung bezeichnet eine Schwellung von Fettgewebe des Knies unterhalb der Patellasehne. Schmerzen hat der Patient vor allem bei Drehbewegungen und wenn er das Knie beugt. Wann Nadal wieder spielen kann, ist derzeit nicht abzusehen.
In seiner Abwesenheit sind Federer und Djokovic die großen Favoriten. Der Schweizer hat eine tolle Saison hinter sich und hofft natürlich, den 18 Grand Slam-Titel seiner Karriere zu gewinnen. "In New York geht es wieder bei null los", sagte Federer, der zuletzt Silber bei Olympia holte und das Vorbereitungsturnier in Cincinnati gewann. "Das Jahr war soweit unglaublich", sagte Federer und betonte: "Es ist super aufregend."
"Ich fühle mich körperlich stärker und besser vorbereitet als letztes Jahr», sagte der Weltranglisten-Zweite Djokovic in New York. Die verbale Kampfansage galt natürlich den Olympia-Finalisten Murray und Federer.
Haas genießt Tennis nur noch
Mit Verletzungen kennt sich auch Tommy Haas aus, der bereits mehrfach ein Comeback gefeiert hat. So stark wie in diesem Jahr, ist er aber selten zuvor zurückgekommen. Auf wundersame Art und Weise hat sich der 34-Jährige wieder in die erweiterte Weltspitze vorgearbeitet.
Er sammelte im Gegensatz zu den Nicht-Olympia-Startern Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer reichlich Sympathien. "Ich habe einfach noch Spaß am Tennis", wiederholte Haas zuletzt immer wieder. Die 2012er-Festspiele in Flushing Meadows müssen nicht die letzten für Haas sein, wenn sein Körper mitspielt.
