Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr musste sich Roger Federer Andy Murray geschlagen geben. Nach dem 4:6 und 4:6 im Halbfinale des Shanghai Masters ist das Aus nicht Federers einzige Sorge - Murrays Endspielgegner Novak Djokovic könnte ihn vom Tennis-Thron stoßen.
Dabei ließ sich Roger Federer nicht nur durch den angriffslustig spielenden Andy Murray schnell in die Defensive drängen. Der Weltranglistenerste agierte zu fehlerbeladen und konnte gegen die guten Aufschlagspiele des Briten zu wenig ausrichten. Ein einziges Break - zum 1:1 im ersten Satz - sprang für Federer in den gesamten 97 Minuten des Matches heraus.
Für Federer bedeutete das Halbfinal-Aus gegen Murray bereits die zweite Niederlage in Folge gegen den Briten, nachdem er im August gegen ihn das Finale der Olympischen Spiele in London verloren hatte.
Was für den Schweizer vielleicht noch schwerer wiegt: Durch die Schlappe gegen Murray droht immer mehr der Verlust des ersten Platzes in der Weltrangliste am Ende des Jahres. Denn Roger Federer hatte die letzten drei Turniere 2011 in Paris, Basel und London für sich entschieden, kann also keine Punkte in der Weltrangliste mehr gut machen. Vor allem Novak Djokovic dagegen schon.
Novak Djokovic: Siegesserie hält an
Novak Djokovic hatte mit seinem neunten Sieg in Folge das Endspiel-Ticket für das Shanghai Masters gebucht. Gegen den Tschechen Tomas Berdych setzte er sich mit 6:3 und 6:4 durch, nachdem es im ersten Satz nach schneller 5:1-Führung so ausgesehen hatte, als würde Berdych zurück ins Match finden. Im zweiten Durchgang brachte ein schnelles Break die Vorentscheidung zugunsten des Serben.
"Natürlich ist es eine große Herausforderung, wenn man gegen einen Top-Ten-Spieler antritt", zitierte atpworldtour.com Djokovic, der 85 Minuten für den Erfolg benötigte. "Ich habe das Spiel taktisch gut gespielt und hab ihn mit Returns unter Druck gesetzt. Zum anderen habe ich selbst gut serviert."
Für Djokovic ist das Duell mit Andy Murray das neunte Endspiel des Jahres - vier Mal ging er in Finals als Sieger vom Platz. Zwei Mal war bei solchen Gelegenheiten der Brite auch der Gegner, Murray konterte Djovkovics Erfolg beim Masters in Miami mit dem Gewinn der US Open und führt zudem die Jahresbilanz mit 3:2 an.
