"Van the Man", so hieß Ruud van Nistelrooy in seiner Zeit bei Manchester United. Der Stürmer hatte in fünf Jahren 150 Tore für die Red Devils geschossen. Sir Alex Ferguson hofft nun, dass Neuzugang Robin van Persie ähnliche Zahlen erreicht.
Van Persie gelangen in der abgelaufenen Saison für Arsenal und die Elftal zusammen stattliche 44 Tore. Rechnet man seine Treffer zu denen von Wayne Rooney hinzu, so hat das neue Sturmduo von United in der abgelaufenen Saison mit 57 Toren öfter geknipst als drei Viertel der Premier League-Clubs mit ihrem gesamten Kader. Das verdeutlicht die Klasse, die sich das jahrelang auf dem Transfermarkt eher zurückhaltende United mit dem Transfer eingekauft hat.
Nach Angaben der BBC sollen die Gunners rund 30 Millionen Euro für den Stürmer erhalten, der vor Wochen schon erklärt hatte, seinen 2013 auslaufenden Vertrag bei Arsenal nicht verlängern zu wollen. Der Verein selbst gab auf seiner Website bekannt, dass RVP am Donnerstag einen Medizincheck in Manchester absolvieren wolle, um dann gleich die Details des Vertragswerks abzuklären. Am Mittwoch war Van Persie noch mit der Elftal in Brüssel zum Testspiel gegen Belgien.
So unwillig Arsène Wenger verständlicherweise war, seinen Superstar ziehen zu lassen, so sicher war es, dass Arsenal mit seiner gewohnt vorsichtigen Finanzpolitik nicht das Risiko eingehen würde, Van Persie im kommenden Sommer umsonst zu verlieren. So war schon länger nur noch darüber spekuliert worden, wohin, nicht mehr ob er wechseln würde.
Gegen City und Juventus
Manchester City und Juventus galten neben United als aussichtsreiche Kaufinteressenten, aber die Red Devils setzten sich durch. Seit die Glazer-Familie den einst reichsten Club der Welt durch einen sogenannten leveraged buyout gekauft und die dabei entstandenen Schulden einfach der Bilanz aufgeladen hatte, konnte der englische Rekordmeister auf dem Transfermarkt nicht mehr mitbieten, wenn die ganz großen Summen aufgerufen wurden.
Das hat sich in diesem Sommer etwas geändert, und nach dem Transfer von Shinji Kagawa aus Dortmund ist Van Persie der zweite namhafte Neuzugang, dessen Ankunft mit großen Hoffnungen verbunden ist. Angeblich, so mutmaßt der Guardian, habe Van Persie von Anfang an zu einem Wechsel zu United tendiert, weil er deren Tradtion höher schätze als die Finanzkraft Citys. Was davon Wahrheit und was PR ist, lässt sich jedoch kaum einschätzen.



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