Nach Matthias Sammers Rücktritt als DFB-Sportdirektor wurde gerätselt, wer der Nachfolger werden würde. Oliver Kahn? Stefan Kuntz? Alles vage Vermutungen, alles heiße Luft. Der DFB gab nun bekannt, dass Robin Dutt in Sammers Fußstapfen treten wird. Der Kontrakt vom Ex-Bundesliga-Coach geht über vier Jahre.
Robin Dutt tritt das schwere Erbe von Matthias Sammer als DFB-Sportdirektor an. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stellte den 47-Jährigen in Frankfurt am Main als Nachfolger des ehemaligen Dortmunder Meistertrainers vor.
Dutt beginnt seine Arbeit am 1. August, sein Kontrakt läuft bis 2016. Nach Angaben von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatten Dutts voriger Verein Bayer Leverkusen, der künftige Sportdirektor selbst und der Verband am Dienstag eine Einigung erzielt. Dutt besaß noch einen gültigen Trainervertrag beim Werksclub.
Zuvor hatte sich die Suche nach dem Abgang von Sammer ein wenig hingezogen, lange Zeit wurde auch Stefan Kuntz vom 1. FC Kaiserslautern als neuer Sportdirektor gehandelt.
Dutt: "Unglaublich reizvolle Herausforderung"
In seiner künftigen Funktion verantwortet Dutt das gleiche Aufgabengebiet wie sein Vorgänger Sammer: die gesamte Jugend- und Talentförderung sowie die Optimierung der Trainerausbildung des Verbandes. Daneben gehöre zu seinem Bereich die Führung und Steuerung der U-Trainer, teilte der DFB mit.
"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Joachim Löw und allen anderen DFB-Trainern. Und ich empfinde es als unglaublich reizvolle Herausforderung, mit den größten Talenten unseres Landes den Fußball weiter voranzubringen", erklärte Dutt.
Er kündigte an, die Arbeit seines Vorgängers fortsetzen zu wollen. "Es kann nicht meine Aufgabe sein, irgendwelche Konzepte infrage zu stellen", sagte Dutt bei seiner Vorstellung. Er müsse keine neuen Konzepte auf den Weg bringen, sondern bestehende Konzepte weiterführen.
Jogi Löw ist froh über Personalie Dutt
Löw ist nach eigenen Angaben "froh, dass der DFB so schnell und gut gehandelt und diese kompetente Lösung gefunden hat", erklärte er. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit." Für Teammanager Oliver Bierhoff ist Dutt "ein absoluter Fachmann und wird sicherlich die interessante Aufgabe hervorragend ausfüllen. Er kann sich dabei unserer Unterstützung sicher sein."
Zwischen Löw und Sammer war es in der Vergangenheit immer wieder zu Spannungen gekommen, auch wenn sich beide zuletzt arrangiert hatten. Dem DFB ist daher an einem guten Verhältnis zwischen Bundestrainer und Sportdirektor gelegen.





