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Datum: 27. Juli 2012, 12:25 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Robben wird von van der Wiel attackiert, schließt Frieden mit Ribery

Fußball,Bayern München,Robben
Arjen Robben will wieder lachen

Die Schatten der Vergangenheit lassen Arjen Robben nicht los. Jetzt warf ihm Elftal-Kollege Gregory van der Wiel erneut Eigensinn vor. Doch Robben lässt sich davon nicht unterkriegen. Die neue Saison muss besser werden - dazu soll der Friede mit Franck Ribéry beitragen.

Die Schrecken der abgelaufenen Saison holen Arjen Robben immer noch ein. Auch mehr als zwei Monate nach Saisonende wird der Star des FC Bayern München immer noch nach seinen zwei wichtigen, aber verschossenen Elfmetern gegen Borussia Dortmund im Meisterschaftsendspurt und im Champions League-Endspiel gegen Chelsea befragt.

Aber auch das peinliche EM-Aus mit der niederländischen Nationalmannschaft wird Robben regelmäßig noch vorgehalten, sogar eng mit seinem Namen in Verbindung gebracht. So erst jetzt von seinem Teamkollegen Gregory van der Wiel, der bei der EM in Polen und der Ukraine zusammen mit Robben die rechte Seite der Elftal beackern sollte. Er wollte Robben zwar nicht zum Hauptschuldigen am Vorrunden-Aus geben. Doch er beklagte sich im Nachhinein bitterlich über mangelnde Unterstützung.

Van der Wiel stänkert gegen Robben

"Er ist keiner, der sich für seinen Hintermann aufopfert", meckerte van der Wiel laut nusport.nl in Richtung Robben. "Keiner, der sich fallen lässt, um Räume für mich zu schaffen oder mich gegen zwei Gegenspieler unterstützt. Ich musste mich allerdings für Arjen aufopfern, das bin ich nicht gewohnt. Ich greife lieber gemeinsam an und verteidige auch gemeinsam. So war das frustrierend."

Kritiken wie diese und Erinnerungen an bittere Niederlagen und vor allem die Pfiffe der eigenen Fans würde Robben gerne in der der neuen Saison zu den Akten legen. Er wolle "bei Null beginnen und wieder den Spaß am Fußball zurückerobern", erklärte er im Interview mit bild.de und fügte unmissverständlich und wenig überraschend hinzu: "Ich will diese Saison Titel." Und die will er mit dem FC Bayern München einfahren, an den er sich langfristig bis 2015 gebunden hat.

Gerüchte über einen angeblichen Wechsel zum AC Milan oder einen anderen internationalen Club schob er daher auch beiseite, obwohl es Angebote gegeben hatte. "Und die habe ich abgelehnt. Ich wollte hier bleiben. Jetzt greifen wir alle zusammen wieder richtig an", gab er die Devise aus. Zusammen, das schließt auch Franck Ribéry ein, mit dem er in der Halbzeitpause des Halbfinalhinspiels des Champions League-Halbfinales gegen Real Madrid eine handfeste Auseinandersetzung hatte.

Robben und Ribéry beenden Konflikt um Faustschlag

Der Konflikt soll mittlerweile ausgeräumt sein. "Jetzt ist es wieder okay", bekräftigte Robben gegenüber bild.de. "Wir gehen weiter zusammen unseren Weg und ich hoffe, wieder Spaß mit ihm zu haben." Ähnlich äußerte sich auch Ribéry. Wo der Franzose allerdings mit seinem niederländischen Kollegen unterschiedlicher Ansicht ist, ist in der Bewertung der Qualität des derzeitigen Kaders.

Während sich Robben mit der Qualität des Kaders "absolut" zufrieden zeigte, mahnte Ribéry vor allem noch Nachbesserungen im Mittelfeld an. Daher würde er auch eine Verpflichtung von Javi Martinez oder Lars Bender absolut begrüßen. "Einer würde uns gut tun. Weil der Kader letzte Saison zu klein war. Wir mussten letztes Jahr alle viel spielen", erklärte Ribéry die seiner Meinung nach fehlende Konstanz der letzten Saison.

Und die wolle er nicht wieder erleben. "Das Szenario war brutal", meinte Ribéry und zumindest auch dabei dürfte Robben ihm zustimmen. Die Schatten der Vergangenheit lassen sich nur im Kollektiv bekämpfen. "Wenn wir was gewinnen wollen, dann geht das zusammen oder gar nicht", kündigte Ribéry an.