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Datum: 25. Mai 2013, 13:27 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Red-Bull-Chef Horner: Der beste Vettel kommt noch

Christian Horner, Red Bull
Christian Horner sieht Sebastian Vettel noch nicht auf dem Zenit seiner Karriere

Weltmeister Sebastian Vettel darf sich über großes Lob von Red Bulls Teamchef freuen. Christian Horner erklärte in seiner "tz"-Kolumne, dass der 25-Jährige sogar noch viel Steigerungspotenzial hat und nahm den Heppenheimer wegen der Affäre von Malaysia in Schutz.

"Ich glaube, das Beste haben wir von ihm noch gar nicht gesehen. Das heißt, wir wollen noch lange etwas von ihm haben", so Horner. Dabei geht es für den Engländer nicht um die reine Vertragslaufzeit. Entscheidend sei, wie wohl sich Team und Fahrer fühlen: "Und ich habe überhaupt keine Bedenken, dass wir uns auch in Zukunft für sehr lange Zeit verbunden fühlen werden."

Auch die Gerüchte, die Sebastian Vettel immer wieder mit einem Wechsel zu Ferrari oder Mercedes in Verbindungen bringen, stören Horner dabei nicht. "Niki Lauda scheint ja offen darüber geredet zu haben, ihn zu Mercedes holen zu wollen. Aber Sebastian ist schon sehr lange Bestandteil der Red-Bull-Familie. Wir haben uns mit ihm stetig gesteigert. Er ist fantastisch", sagte der 39-Jährige.

Vettels drei Weltmeistertitel in Folge haben ihn zur uneingeschränkten Nummer eins beim Rennstall aus Milton Keynes gemacht. Sein Teamkollege Mark Webber wirkte zuletzt immer wieder frustriert ob der Dominanz des Deutschen.

Frustration nach dem Malaysia-GP

Beim Großen Preis von Malaysia widersetzte sich Vettel schließlich der Teamorder und überholte den führenden Australier. Es war die Revanche für das WM-Finale 2012, als Webber nicht im Sinne des Teams gehandelt hatte. "In der Formel 1 zu arbeiten, kann manchmal ganz schön frustrierend sein", erklärte Horner zum Vorfall. Der Doppelsieg sei perfekte Arbeit des Teams gewesen.

Nach Vettels Triumph in Sepang mussten alle Beteiligten Erklärungen über die extreme Rivalität der beiden Stallgefährten abgeben. "Es wurde das erste Mal richtig öffentlich, dabei wussten wir das schon lange", gab Horner nun zu und enthüllte dabei interessante Details.

Horner  scheint nicht viel von Absprachen vor dem Grand Prix mitbekommen zu haben: "Um ehrlich zu sein: Ich habe auch bei jenem Rennen in Malaysia vor dem Rennen nicht mit den beiden diese 'Konfliktsituation' besprochen. Es gab keine Diskussionen."

Horner keine Abmachung vor dem Rennen

Mark Webber hatte Sebastian Vettel noch vor der Siegerehrung in Sepang mit dem Begriff "Multi21" vorgeworfen, ihn trotz einer Abmachung während der Teambesprechung vor dem Rennen überholt zu haben. "Die Hektik entstand ganz spontan, zu einem bestimmten Zeitpunkt des Rennens", schrieb Horner nun.

Ob der aktuellen Situation in der Fahrer-WM kann sich Vettel über seine Entscheidung sogar freuen. Der Heppenheimer hat als WM-Führender mit 89 Punkten bereits 47 Zähler Vorsprung auf den sechstplatzierten Australier. Vom zweitplatzierten Lotus-Pilot Kimi Räikkönen trennen Vettel aber nur vier Punkte.

Autor: Alexander Maack