Der Rücktritt von Michael Ballack sorgt quer durch die Republik und Sportarten für Reaktionen. Neben den DFB-Verantwortlichen und alten Weggefährten wie Olaf Marschall wünschen ihm auch "Fußball-Fremde" wie Ex-Boxer Sven Ottke: "Alles Gute!"
Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): "Michael Ballack war ein außergewöhnlicher Spieler, der für den DFB und den Stellenwert des gesamten deutschen Fußballs enorm viel geleistet hat. In der Nationalmannschaft hat er über viele Jahre herausragende Leistungen gezeigt, unvergessen bleibt dabei für uns alle insbesondere die WM 2002 in Japan und Südkorea. Es wäre schön, wenn Michael mit seiner großen Erfahrung dem Fußball erhalten bleibt, in welcher Funktion auch immer."
Joachim Löw (Bundestrainer): "Mit Michael Ballack beendet ein großer Fußballer, der auf der ganzen Welt bekannt ist, seine Karriere. In der Nationalmannschaft habe ich Michael stets als Stütze und sehr guten Spieler mit überragenden Qualitäten schätzen gelernt. Auf dem Platz strahlte er immer eine große Dominanz aus, für den Erfolg hat er alles getan. Für die Zukunft wünscht ihm die gesamte Nationalmannschaft inklusive der Betreuer alles Gute."
Oliver Bierhoff (Teammanager Nationalmannschaft): "Es ist immer schade, wenn eine große Karriere endet. Andererseits tun sich damit immer auch neue Chancen auf. Michael Ballack gehört zu den verdienten National- und absoluten Ausnahmespielern, der viele Jahre ein prägendes Gesicht war. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren, sind wir uns stets mit gegenseitiger Wertschätzung begegnet, wie es sich unter Sportlern gehört. Ich wünsche Michael Ballack für die Zukunft Zufriedenheit, viel Spaß und alles Gute. Er kann mit Stolz auf seine Laufbahn als Fußballer zurückblicken."
Berti Vogts (ehemaliger Bundestrainer): "Ich glaube, er hat erkannt, dass er nicht mehr für einen großen Club spielen kann. Sein Karriereende ist richtig. Was soll er in Australien? Viele Australier wollen in Europa spielen. Wie sieht das denn aus, wenn er nun nach Australien gegangen wäre? Vielleicht hätten ihm noch zwei Jahre in den USA gut getan. So wie David Beckham. Ich hoffe, dass Michael dem deutschen Fußball erhalten bleibt - als Manager oder Trainer. Das traue ich ihm zu. Es wäre schade, wenn der deutsche Fußball ihn verliert. Er hat Großes für ihn geleistet."
Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen): "Eine ganz, ganz große Karriere geht zu Ende. Doch ganz so überraschend war das ja nicht mehr, da er sich mit keinem Verein einig werden konnte."
Jens Lehmann (Ex-Nationalmannschaftskollege; im TV-Sender Sky): "Der Zeitpunkt überrascht natürlich! Eigentlich denkt man, man trifft so eine Entscheidung immer am Ende einer Saison. Es ist natürlich schade. Er hatte einen großen Unterhaltungswert während seiner Karriere, er war ein toller Spieler. Irgendwann geht leider alles einmal zu Ende und so hat es ihn jetzt auch erwischt."




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