Rauchbomben und rassistische Beleidigungen: Das Spiel zwischen Dynamo Dresden und dem Chemnitzer FC im DFB-Pokal sorgte für großen Wirbel. Chemnitzer Fans hatten Dresdens dunkelhäutigen Angreifer Mickael Poté mit Affenlauten diffamiert und mit einem Feuerzeug nach ihm geworfen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den CFC ein. In einer ersten Reaktion des Chemnitzer FC hat der Verein aus der dritten Liga nun einen Fan mit einem bundesweiten dreijährigen Stadionverbot belegt. Der 23-jährige Chemnitzer wird laut Polizeiangaben verdächtigt, am Montagabend eine der Rauchbomben gezündet zu haben. Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) hatte die Begegnung in der zweiten Halbzeit für vier Minuten unterbrechen müssen, nachdem in CFC-Fanblöcken Bengalos und Feuerwerkskörper gezündet worden waren. Die Chemnitzer behalten sich zudem vor, nach Ablauf dieses Stadionverbotes ein Hausverbot von maximaler Dauer auszusprechen, wie der Verein am Donnerstag mitteilte. Gleichzeitig wird der Club nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen zivilrechtliche Schritte gegen den Täter einleiten, um Regressansprüche durchzusetzen.
