Nach dem Aus der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der EM in Israel stellte sich Bundestrainer Rainer Adrion den Interviewfragen, zog Bilanz, freute sich über den versöhnlichen Abschluss und nannte seine Entdeckungen des Turniers.
"Herr Adrion, wie wichtig war Ihnen der Erfolg gegen Russland zum EM-Abschluss?"
Rainer Adrion (DFB-Trainer): "Wir wollten uns mit einem Sieg aus Israel verabschieden. Das haben wir geschafft, und das freut mich. Aber natürlich habe ich gedacht, gehofft, dass wir mit diesem Team besser abschneiden."
"Für viele Ihrer Spieler endet mit der EM auch die U21-Laufbahn. Wem trauen Sie den Sprung zu Joachim Löw zu?"
Adrion: "Mein Favorit ist Lewis Holtby. Aber auch andere Spieler haben die Chance, Sebastian Rudy zum Beispiel. Und Bernd Leno würde ich auch noch dazu nehmen."
"Was ist mit Kevin Volland?"
Adrion: "Und Kevin Volland, ja, warum nicht. Kevin ist ein beweglicher Mittelstürmer, der heute auch gefragt ist. Er ist in der Lage, sich noch zu steigern."
"Wer zählt noch zu den Gewinnern der EM?"
Adrion: "Matthias Ginter hat alle drei Spiele gemacht. Er gehört sicher zu den Gewinnern dieses Turniers. Und Shkodran Mustafi als Kapitän der U20 kann ein Führungsspieler in der neuen U21 werden. Er ist für die Zukunft ein ganz interessanter Spieler."
"Werden Sie weiter auf die A-Nationalspieler verzichten müssen?"
Adrion: "Julian Draxler und Mario Götze sind ja schon beim A-Team, die lassen wir mal außen vor. Man muss sehen, wie die Entwicklung von Kevin Volland weitergeht, der hier sehr gut gespielt hat. Das wäre auch mal ein Kandidat. Aber die A-Mannschaft ist ein Stück weit gesättigt. Daher denke ich, dass die Jahrgänge komplett die Qualifikation bestreiten können."
"Wie geht es mit der U21 weiter?"
Adrion: "Wir haben in diesem Jahr noch sechs von acht Qualifikationsspielen für die EM 2015. Daher muss man jetzt schon den Blick auf die nächste Quali richten. Es wird eine neue U21 geben, von denen einige Spieler schon Erfahrung bei dieser EM gesammelt haben. Das kann auf keinen Fall schaden."
