Das war es für heute. Ich wünsche einen schönen Abend und verbleibe mit besten Grüßen. Adieu!
Ausblick
Morgen geht es durch die Bretage. Die Zielankunft ist eine Bergwertung der dritten Kategorie. Da könnte es die eine oder andere Überraschung geben.
Ziel
Keine Änderung gibt es an der Spitze des Gesamtklassements. Es ist also vorerst alles fest in Garmin-Hand. Thor Hushovd (GRM) wird auch morgen wieder Gelb tragen.
Ziel
Das Grüne Trikot hat nun einen neuen Träger. Jose Joaquin Rojas (MOV) erkämpfte es sich durch den heutigen dritten Rang.
Ziel
Der Sieger meint im anschließenden Interview, dass es großartig sei am amerikanischen Unabhängigkeitstag zu siegen. Er sei perfekt auf die Gerade geführt worden.
Ziel
Tyler Farrar (GRM) siegt, bildet kurz nach dem Überqueren der Ziellinie ein W mit seinen beiden Händen. Eine Erinnerung an seinen beim Giro tödlich verunglückten Freund Wouter Weylandt.
Ziel
Tyler FARRAR (GRM) siegt im Sprint!
0,5 km
Cavendish (THR) hat keine Chance. Sieben Fahrer haben sich absetzen können, da ein Sturz für Verwirrung sorgte.
1 km
Der Schlusskilometer beginnt.
2 km
Ein erster Angriff wird von HTC-Highroad pariert.
3 km
Mickael Delage (FDJ) ist übrigens als kämpferischster Fahrer von der Jury ausgezeichnet worden.
3 km
Die Bürgersteige sind voll. Die Fans feuern die Fahrer an. Cavendish (THR) ist hinter seinem Team in Lauerstellung.
4 km
HTC-Highroad führt mit vier Fahrern das Feld an.
5 km
Redon ist erreicht. Im hohen Tempo geht es durch die Straßen.
7 km
Cofidis hat es tatsächlich geschafft. Rein Taramae (COF) ist wieder im Peloton. Starke Leistung des französischen Teams.
9 km
Auch Jose Ivan Gutierrez (MOV) und Mickael Delage (FDJ) sind nun gestellt.
11 km
Pech für Rein Taramae (COF), der einen Defekt am Rad hat. Er wird heute gewiss Zeit verlieren. Ein Helfer lässt sich sofort zurückfallen. Und da sind noch zwei.
12 km
Die Zielgerade führt ganz leicht bergauf. Das Spitzenduo wird diese kaum vor dem Peloton erreichen, ist der Vorsprung doch auf unter dreißig Sekunden geschmolzen.
15 km
Die anderen drei Ausreißer werden vom Peloton eingeholt. Dieses wird von den Cavandish-Helfern angeführt.
16 km
Das Duo an der Spitze ist sich einig. Ständig wechselt man sich im Wind ab.
19 km
Nun setzen sich Jose Ivan Gutierrez (MOV) und Mickael Delage (FDJ) doch ab. Der Rest lässt die Beine hängen.
20 km
Gutierrez (MOV) macht noch einmal Tempo an der Spitze. Doch die Konkurrenten haben das Hinterrad des Spaniers schnell wieder erreicht.
21 km
Im Feld kommt es zu einem Sturz von zwei BMC-Fahrern. Diese sind aber schnell wieder auf den Beinen.
22 km
Und das ist auch der Grund, weshalb die Spitze ihren Vorsprung auf gut fünfzig Sekunden wieder ausbauen kann.
27 km
Karpets hat mit einigen anderen Fahrern das Peloton erreicht. Das war nicht so schwierig, denn das Tempo bleibt mäßig.
32 km
Und so bleibt der Abstand zwischen Spitze und Peloton mit rund dreißig Sekunden relativ stabil.
37 km
Das Peloton nimmt aber noch rechtzeitig das Tempo raus. Ein zu früher Zusammenschluss ist bekanntlich nicht im Sinn des großen Feldes, würden doch weitere Angriffe gewiss erfolgen.
40 km
Das Peloton hat die Ausreißer schon in Sicht. Der Zusammenschluss naht.
42 km
Karpets muss eine gute Minute zum Peloton aufholen, was in der Endphase eines Rennens schwierig werden dürfte. Aber noch ist ja Zeit.
43 km
Vladimir Karpets muss aufgrund eines Defekts das Rad austauschen. Er ist sichtlich sauer, haut sein Sportgerät auf die Straße.
45 km
Man entfernt sich wieder etwas vom Atlantik. Ab sofort geht es stramm nach Norden nach Redon. Die Küstenlinie verläuft etwas weiter westlicher.
50 km
Im Hafen von Saint-Nazaire kam es im zweiten Weltkrieg übrigens zu einer der mutigsten Angriffsaktionen der Briten gegen Nazi-Deutschland. In einer Kommandoaktion wurde das für Reparaturarbeiten sehr wichtige Trockendock 1942 komplett zerstört.
53 km
Der Rückstand des Feldes an der Bergwertung beträgt gerade noch etwa eineinhalb Minuten.
Bergwertung
Der eine Punkt geht im Sprint an Mickael Delage (FDJ). Damit ist er punktgleich mit Philippe Gilbert (OLO) in der Bergwertung.
58 km
Nun geht es gleich über die Loire. Die Brücke ist ein beeindruckendes Bauwerk, das 1975 für den Verkehr freigegeben wurde. Heute wird auf ihrem höchstem Punkt eben ein Punkt für die Bergwertung vergeben.
60 km
Der Vorsprung der Spitze beträgt nur noch zweieinhalb Minuten. Das Tempo im Peloton ist aber nicht allzu hoch, denn es nutzt die gesamte Breite der Straße.
65 km
Die Spitze hat von Zeit zu Zeit schon die Bergwertung in Sicht. Wie gesagt, liegt diese auf einer Brücke. Besagtes Bauwerk, die Saint-Nazaire-Brücke ist fast dreieinhalb Kilometer lang. Es geht in der Spitze 5,6 Prozent hinauf. Im Schnitt sind es auf 1,1 Kilometer 4,9 Prozent.
70 km
Der Wind kommt heute aus Norden, weht den Fahrern also entgegen. Allerdings weht er nur mäßig und bietet daher den Fans am Rande bei gut 27 Grad Celsius im Schatten auch nur ein wenig Abkühlung.
75 km
Es sieht aber nicht gut aus für die Ausreißer, denn man ist im Feld entschlossen sie unter Kontrolle zu halten. Das ist bei einem Rückstand von gut vier Minuten der Fall.
79 km
Mickael Delage (FDJ) fehlt noch in der Vorstellungsrunde. Auch er hat schon einige nationale Titel auf der Bahn gewonnen. Auf der Straße reichte es dazu noch nicht. Es ist seine vierte Tour-Teilnahme.
83 km
Derweil begrüßt Anthony Charteau (EUC) in Arthon en Retz am Straßenrand Freunde und seine Familie. Das sind die schönen Bilder, welche die Tour immer wieder mal abliefert.
84 km
Ruben Perez Moreno (EUS) ist als aggressiver Fahrer bekannt. Der Baske hatte vor vier Jahren bei der Tour die meisten Kilometer als Ausreißer. Zu einem Etappensieg hat es aber noch nicht gereicht bei der großen Rundfahrt.
87 km
Zurück aber zur Spitzengruppe, die noch fünf Minuten vor dem Feld liegt. Jose Ivan Gutierrez (MOV) ist ein klasse Einzelzeitfahrer. Der mehrfache spanische Meister hat auch schon zweimal die ENECO-Tour gewonnen. Würde die Gruppe durchkommen, würde er als bestplaziertester Ausreißer das Gelbe Trikot übernehmen, wenn der Vorsprung 69 Sekunden beträgt. Denn so groß ist sein Rückstand auf den führenden Thor Hushovd (GRM).
90 km
Und so ist es Mark Cavendish (THR), der sich den sechsten Punkt sichert. Wo Alessandro Petacchi (LAM) an dieser Stelle war, fragt sich nicht nur dessen Anfahrer Danilo Hondo (LAM).
92 km
Auch die Verfolger bereiten sich auf den Sprint vor. Die Sprints haben bekanntlich an Wert gewonnen, denn es punkten ja nun fünfzehn Fahrer und entsprechend werden auch mehr Punkte verteilt. Will man in Paris am Ende Grün tragen, reicht es nicht, sich auf die Zielankünfte zu konzentrieren.
Sprint
Mickael Delage (FDJ) zieht den Sprint an und fährt auch vor seinen Mitstreitern zuerst über die weiße Linie. Jose Ivan Gutierrez (MOV) und Niki Terpstra (QST) folgen. Ruben Perez Moreno (EUS) wird dann mit etwas Abstand Vierter vor Maxim Bouet (ALM).
95 km
Die Spitzengruppe ist zur Anfahrt auf die heutige Sprintwertung, die in Saint Hilaire de Chaleons ausgefahren wird.
98 km
Niki Terpstra (QST) hat auf der Bahn schon mehrere nationale Titel geholt und mit der Mannschaft. Außerdem ist er der aktuelle niederländische Meister auf der Straße. Vor vier Jahren gewann er auf der Deutschland-Tour die Bergwertung.
100 km
Maxim Bouet (ALM) ist einer von den Dreien und seit der letzten Saison bei Ag2r La Mondiale. Der 24-Jährige wurde vor sieben Jahren französischer Juniorenmeister in der Einzelverfolgung. Zwei Jahre später reichte es bei den Männern dann zum zweiten Rang. Auf der Straße gewann er bisher ein paar Etappen bei kleineren Rundfahrten, sowie die Gesamtwertung der Volta ao Alentejo in Portugal.
103 km
Die Spitze hat nun die Verpflegungsstelle passiert. Das Quintett hat durchaus Chancen, wenn Uneinigkeit im Feld herrschen sollte, denn gleich drei Fahrer sind darunter, die Tempobolzer sind, auf der Bahn schon einen Titel gefeiert haben.
Ausreißer
Sofort kam es zu einer Attacke von fünf Fahrern. Diese sind im Augenblick auch noch vorne. Der Abstand von Ruben Perez Moreno (EUS), Jose Ivan Gutierrez (MOV), Maxime Bouet (ALM), Niki Terpstra (QST) und Mickael Delage (FDJ) liegen im Moment fast acht Minuten vor dem Peloton.
Start
Alle 198 Fahrer haben sich heute Mittag auf die Reise begeben.
Rückblick
Das gestrige Mannschaftszeitfahren hat für kleinere Zeitabstände im Peloton gesorgt. Diese sind aber zu minimal, so dass sie maximal einen klitzekleinen Hinweis auf die Form der Spitzenfahrer und ihrer Teams liefern.
Etappe
Es geht von der Atlantikküste ein wenig ins Landesinnere, bevor die Loire überquert wird. Dies geschieht an der Mündung des Flusses und dort befindet sich auch die Bergwertung. Von dort aus geht es leicht nordöstlich Richtung Zielort. Redon liegt an einer in früher Zeit wichtigen Wasserkreuzung.
Profil
Der heutige Abschnitt hat ein flaches Profil, das nur von minimalen Anstiegen unterbrochen wird. Es ist folglich mit einer Sprintankunft im Zielort zu rechnen. Bezeichnend ist, dass die Bergwertung der vierten Kategorie, welche ausgefahren wird, eine Brücke ist.
vor Beginn
Herzlich willkommen zur dritten Etappe der Tour de France, die über 198 km von Olonne sur Mer nach Redon führt.