Das war es vom olympischen Radrennen der Herren. Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Tag. Bis bald!
Die Sprinter waren heute ohne Chance. Im letzten Anstieg zum Box Hill konnten sich zahlreiche gute Fahrer absetzen und das Peloton letztlich entscheidend schwächen. Somit blieben für Mark Cavendish und Andre Greipel nur lange Gesichter.
Alexandre Vinokourov hatte wie so oft in seiner Karriere im richtigen Moment den Riecher zur entscheidenden Attacke. Nach der Silbermedaille in Sydney holt sich der Kasache heute Gold. Mit diesem Sieg krönt er seine lange Karriere, die Licht aber natürlich auch Schatten hatte. Zwei Jahre war er wegen Doping gesperrt.
Ziel
Bronze geht an Alexander Kristoff aus Norwegen. Andre Greipel gewinnt den unbedeuteten Sprint des Pelotons.
Ziel
Alexandre Vinokourov (KAZ) holt ganz locker Gold. Silber geht an Rigoberto Uran Uran (COL). Der Kolumbianer wurde sehr einfach düpiert.
0,3 km
Rigoberto Uran (COL) blickt sich kurz um. Das nutzt Alexandre Vinokourov (KAZ) zur Attacke.
0,5 km
Nun wählt Alexandre Vinokourov (KAZ) das Hinterrad von Rigoberto Uran (COL). Einer von den beiden Fahrern holt Gold.
1 km
Der letzte Kilometer ist erreicht. Alexandre Vinokourov (KAZ) führt das Duo zunächst an.
2 km
Alexandre Vinokourov (KAZ) schaut sich um und sieht, dass dahinter so schnell keiner kommt. Er kann nun seine Erfahrung ausspielen.
3 km
Rigoberto Uran (COL) und Alexandre Vinokourov (KAZ) bauen ihren Vorsprung aus. Ihre Verfolger sind sich nicht einig, keiner will sich in der Tempoarbeit verausgaben.
4 km
Rigoberto Uran (COL) und Alexandre Vinokourov (KAZ) haben weiter ungefähr 200 Meter Vorsprung. Das Duo muss durchziehen, um hier eine Chance zu haben.
5 km
Bradley Wiggins (GBR) lässt sich aus dem Peloton zurückfallen.
6 km
Rigoberto Uran (COL) und Alexandre Vinokourov (KAZ) können einen Corsprung von einigen Sekunden behaupten. Für den Kasachen wäre dies ein guter Abschluss seiner Karriere. Er holte ja schon 2000 in Sydney Silber.
8 km
Die Londoner Innenstadt ist erreicht. Rigoberto Uran (COL) lanciert eine Attacke. Alexandre Vinokourov (KAZ) klemmt sich ans Hinterrad.
9 km
Die wieder geschlossene Spitzengruppe hat weiter eine knappe Minute Vorsprung. Mal sehen, wie lange die Allianz an der Spitze noch hält. So früh dürfen die taktischen Spielereinen nicht beginnen. Dann hätten Cavendish und Co noch ihre Chance.
10 km
Bradley Wiggins (GBR) und Bert Grabsch (GER) führen das Peloton an. Sie werden ihre Kapitäne nicht mehr zum Sieg bringen können.
12 km
Fabian Cancellara (SUI) wird vom Peloton eingeholt. Der Schweizer fährt mit schmerzverzerrten Gesicht. Er hatte sich ja erst im Frühjahr das Schlüsselbein gebrochen.
13 km
Alexandr Kolobnev (RUS) setzt sich mit zwei weiteren Fahrer aus der Spitzengruppe ab.
14 km
Fabian Cancellara (SUI) verschätzt sich in einer Kurve und stürzt in eine Bande. Hoffentlich ist es nichts Ernstes, aber der Traum von Gold dürfte geplatzt sein.
15 km
Ein echter Sprinter ist in der Spitzengruppe nicht vertreten. Aber Fabian Cancellara (SUI), Stuart O'Grady (AUS), Philippe Gilbert (BEL) und Luca Paolini (ITA) haben das Potenzial für dem letzten Kilometer.
16 km
Aber die Distanz zum Ziel wird ja immer kürzer, es wird sofort von den anderen Fahrern reagiert. Der Norweger ist schnell wieder gestellt.
17 km
Lars Petter Norhaug (NOR) löst sich aus der Fluchtgruppe.
19 km
Marco Pinotti (ITA), Lieuwe Westra (NED), Jonathan Castroviejo (ESP), Luis Leon Sanchez (ESP), Alejandro Valverde (ESP) Jürgen Roelandts (BEL), Fumiyuki Beppu (JPN), Denis Menchov (RUS), Stuart O'Grady (AUS), Timothy Duggan (USA), Janez Brajkovic (SLO), Michael Schär (SUI), Alexander Kristoff (NOR), Vincenzo Nibali (ITA), Luca Paolini (ITA), Jakop Fuglsang (DEN), Roman Kreuziger (CZE) Lars Boom (NED), Gregory Rast (SUI), Andrij Grivko (UKR), Sylvain Chavanel (FRA), Philippe Gilbert (BEL), Jack Bauer (NZL), Michael Schär (SUI), Michael Albasini (SUI), Fabian Cancellara (SUI), Alexandre Valverde (KAZ) und weitere Fahrer sind in der Spitzengruppe vertreten.
22 km
Vor dem Rennen wurde von vielen der Kurs als zu leicht abgestempelt. Aber die Olympiaorganisatoren scheinen den richtigen Mix gefunden zu haben. Die Sprinter hätten hier ihre Chance gehabt, aber es siegen wohl die Ausreißer.
24 km
Seit runde zehn Kilometern beträgt der Abstand zwischen Spitze und Peloton eine Minute. Die spanische Mannschaft untrstützt die Schweizer bei der Tempoarbeit.
27 km
Christopher Froome (GBR) lässt sich aus dem Feld zurückfallen. Der Tourzweite hat seine Arbeit für heute getan, die Chancen für seinen Kapitän schwinden von Kilometer zu Kilometer.
29 km
Die kurze Attacke des Amerikaners ist schon wieder beendet. Michael Schär (SUI) und MIchael Albasini (SUI) sorgen für das Tempo und halten den Vorsprung bei konstant 60 Sekunden. Sie bereiten das Feld für Fabian Cancellara.
32 km
Aber auch in der Spitzengruppe stellt sich die Einigkeit nicht recht her. Taylor Phinney (USA) reißt ein kleines Loch auf. Zwei Fahrer folgen ihm.
34 km
Der Abstand zwischen Peloton und Spitzengruppe pendelt sich bei einer Minute ein. Das sieht gar nicht so schlecht für die große Ausreißergruppe aus.
36 km
Bert Grabsch (GER) schiebt sich im Peloton nach vorne und unterstützt die Briten in der Tempoarbeit. In dieser Zusammenarbeit schmilzt der Rückstand auf weniger als eine Minute.
38 km
Drei Spanier, drei Italiener und vier Schweizer drücken in der Fluchtgruppe aufs Tempo. Diese Allianz scheint sich einig zu sein, es nicht auf einen Sprint ankommen zu lassen. Und der Vorsprung auf das Peloton wächst auf fast 90 Sekunden. Das könnte reichen.
40 km
Phlippe Gilbert (BEL) muss seine Attacke beenden. Seine ehemalige Gruppe kann wieder aufschließen. Auch die Ausreißer aus dem Peloton sind in die Gruppe reingefahren. Damit sind nun circa 30 Fahrer an der Spitze.
44 km
Im letzten Anstieg konnte sich noch einige namhafte Fahrer aus dem Peloton lösen. So haben Fabian Cancellara (SUI), Alejandro Valverde (ESP) und weitere Fahrer einen kleinen Vorsprung.
47 km
Das Straßenradrennen ist seit 1896 olympisch. 19 Goldmedaillen wurde seitdem vergeben, noch nie konnte ein Goldgewinner seinen Titel verteidigen, was ja auch heute nicht möglich ist, da Samuel Sanchez nicht am Start ist. Seit 1996 dürfen auch Profis bei Olympia mitmischen.
50 km
Mit 45 Sekunden Vorsprung erreicht Philippe Gilbert (BEL) zum letzten Mal den Box Hill. Das Peloton folgt noch einmal 30 Sekunden dahinter. Insgesamt haben die Sprinter die Kletterpassagen unbeschadet überstanden. Auf dem Weg zurück nach London sollte der Zusammenschluss möglich sein.
52 km
Das Feld ist nun auch auf den steilen Kehren des Box Hills. Einige Fahrer lösen sich aus dem Peloton.
53 km
Philippe Gilbert (BEL) konnte bislang in dieser Saison noch nicht viel reißen. Heute scheint er aber gute Beine zu haben und baut den Vorsprung weiter aus.
54 km
Philippe Gilbert (BEL) hat einen Vorsprung von 35 Sekunden auf die Verfolgergruppe. Das Peloton liegt nur noch wenige Sekunden dahinter.
56 km
Es geht ein letztes Mal den Box Hill hinauf. Das ist vermutlich die letzte ernsthafte Chance, eine gute Fluchtgruppe auf die Beine zu stellen.
60 km
Im Feld spannt sich immer wieder Bernard Eisel (AUT) vor das Rad von Mark Cavendish (GBR). Der Österreicher ist Teamkollege des Goldanwärters bei Sky. Damit sehen wir eine Alllianz über die nationalen Zugehörigkeiten hinaus.
62 km
Philippe Gilbert (BEL) greift an und setzt sich aus der Spitzengruppe ab. Der Belgier hat das Potenzial, eine solche Attacke auch durchzuziehen.
65 km
Auf der vorletzten Passage über den Box Hill versuchen sich wieder einige Fahrer aus dem Feld zu lösen. Tejaj van Garderen (USA), bester Jungprofi bei der Tour, folgt Alexandr Kolobnev (RUS).
66 km
Beenden wir unseren Blick auf die vorausgegangenen Rennen bei Olympia. Bei sehr selektiven Kurs entlang der chinesischen Mauer gewann Samuel Sanchez aus einer Spitzengruppe heraus vor Fabian Cancellara. Der Spanier muss heute aufgrund einer bei der Tour de France zugezogenen Verletzung passen.
69 km
An der Spitze sind es doch 22 Fahrer, denn auch Taylor Pinney (USA) hatte den Sprung in die Spitzengruppe geschafft.
70 km
An der Spitze ist nun der Zusammenschluss der beiden Gruppen erfolgt. Marco Pinotti (ITA), Lieuwe Westra (NED), Jonathan Castroviejo (ESP), Jürgen Roelandts (BEL), Fumiyuki Beppu (JPN), Denis Menchov (RUS), Stuart O'Grady (AUS), Timothy Duggan (USA), Janez Brajkovic (SLO), Michael Schär (SUI), Alexander Kristoff (NOR), Vincenzo Nibali (ITA), Luca Paolini (ITA), Jakop Fuglsang (DEN), Roman Kreuziger (CZE)m Lars Boom (NED), Gregory Rast (SUI), Andrij Grivko (UKR), Sylvain Chavanel (FRA), Philippe Gilbert (BEL) und Jack Bauer (NZL) haben aber auch nur eine knappe Minute Vorsprung auf das Feld.
70 km
Tony Martin (GER) hat das Rennen aufgegeben. Seine Konzentration gilt nun dem Einzelzeitfahren am Mittwoch, wo er sich Chancen auf eine Medaille ausrechnen darf.
72 km
2004 beim Stadtrennen in Athen nutzte Paolo Bettini in der letzten Runde eine Unachtsamkeit im Feld und rettete bei seiner Mission Gold einen minimalen Vorsprung über den Zielstrich.
74 km
Tony Martin (GER) scheint seine Arbeit für heute erledigt zu haben, denn er ist aus dem Peloton herausgefallen. Er wird die restlichen Kilometer nutzen, um sich auf das Zeitfahren am Mittwoch einzurollen. Andre Greipel (GER) hat mit John Degenkolb (GER), Bert Grabsch (GER) und Marcel Sieberg (GER) noch drei Helfer an seiner Seite.
76 km
Mark Cavendish (GBR) hat die nächste Runde über den Box Hill unbeschadet überstanden. Seine Teamkollegen haben das Rennen im Griff, der Rückstand zur Spitze bleibt weiter bei unter 90 Sekunden.
78 km
Philippe Gilbert (BEL) löst sich aus der ersten Verfolgergruppe und sucht sein Glück als Solist. Er erreicht mit 34 Sekunden Rückstand den Box Hill. Die restlichen neun Fahrer dieser Gruppe folgen aber nur knapp dahinter.
80 km
Das Interesse ist riesengroß. Die Hänge am Box Hill sind von zahlreichen Zuschauern gesäumt.
82 km
Interessant ist aber der Rückblick auf die letzten drei olympischen Rennen. In Sydney, Athen und Peking konnte sich immer Ausreißer erfolgreich durchsetzen. 2000 in Australien siegte Telekom. Jan Ullrich, Alexandre Vinokourov und Andreas Klöden machten den Sieg als Trio unter sich aus.
84 km
Die Spitzengruppe nimmt nun zum siebten Mal den Box Hill in Angriff. Aufgrund der geringen Abstände läuft es nun wieder besser für die Sprinter. Bleibt der Abstand in den nächsten drei Runden im Bereich von zwei Minuten, dann dürfte das Feld für die Sprinter bereitet sein.
85 km
Die Gruppe um Robert Gesink (NED) ist wieder vom Feld gestellt. Das britische Team bolzt weiter ordentlich Tempo, so dass der Rückstand zur Spitze auf 95 Sekunden eingeschmolzen ist.
90 km
Der sechste Anstieg zum Box Hill bringt die nächste Aufspaltung im Peloton. Nun versucht Robert Gesink (NED) mit weiteren Fahrern sein Glück. Das Rennen bekommt nun mehr und mehr Klassikercharakter. Möglicherweise sind hier die Sprinter am Ende doch ohne Chance. Aber für eine solche Prognose ist es noch zu früh.
94 km
Durch die vielen Attacken im Peloton wird das Rennen immer schneller. Als Folge davon liegen zwischen Spitzengruppe und Feld nur noch 2'20''
97 km
Für das britische Team ist das Rennen gar nicht so leicht zu fahren. Da Mark Cavendish bekanntlich nicht der beste Kletterer ist, dürfen Wiggins, Froome und Millar nicht jeden Angriff kontern, da dann ihr Sprinter zurückfallen könnte.
100 km
100 Kilometer vor dem Ziel hat die elfköpfige Gruppe um Denis Menchov (RUS) 3'50'' Vorsprung vor dem Peloton. Die Verfolgergruppe um Vinconzo Nibali (ITA) liegt eine knappe halbe Minute vor dem von 'Sky' angeführten Feld.
102 km
Vincenzo Nibali (ITA), Luca Paolini (ITA), Jakop Fuglsang (DEN), Roman Kreuziger (CZE)m Lars Boom (NED), Gregory Rast (SUI), Andrij Grivko (UKR), Sylvain Chavanel (FRA), Philippe Gilbert (BEL) und Jack Bauer (NZL) bilden die Verfolgergruppe.
105 km
Nachdem der Box Hill das nächste Mal passiert ist, hat sich eine interessante Verfolgergruppe gebildet, die einen Vorsprung auf das Peloton herausfahren können.
108 km
Nun ist das Feld im Anstieg. Wie schon in der Vorrunde erhöhen einige Fahrer den Druck. Wir sehen wieder Vincenzo Nibali (ITA), der sich hier einiges vorgenommen hat und es sicherlich nicht auf eine Sprintankunft absieht.
110 km
Bevor es das nächste Mal in den Box Hill geht, greift Andriy Grivko (UKR) an. Gregory Rast (SUI) folgt ihm. Das Duo kann sich leicht absetzen.
115 km
Die britischen Profis kontrollieren nun wieder das Rennen im Peloton, Tony Martin unterstützt die Arbeit im Feld. Andre Greipel (GER) will natürlich später auch um Gold sprinten.
120 km
Die britische Eqiupe um Mark Cavendish und Bradley Wiggins haben im Feld alle Hände voll zu tun, um das Rennen unter Kontrolle zu bekommen. Da ja heute für den Radsport eher ungewöhnlich in nationalen Teams gefahren wird, sind die Allianzen auf der Straße nicht immer offensichtlich.
125 km
Die Hälfte der heutigen Distanz ist absolviert. Das Feld ist bereits viermal den Box Hill passiert. In der vierten Runde hat es aus dem Peloton einige Angriffe ambitionierter Fahrer gesehen. So haben Philippe Gilbert (BEL) Und Vencenzo Nibali ihr Glück in der Attacke versucht.
Rennsituation
An der Spitze hat sich eine Gruppe mit elf Fahrern abgesetzt. Marco Pinotti (ITA), Lieuwe Westra (NED), Jonathan Castroviejo (ESP), Jürgen Roelandts (BEL), Fumiyuki Beppu (JPN), Denis Menchov (RUS), Stuart O'Grady (AUS), Timothy Duggan (USA), Janez Brajkovic (SLO), Michael Schär (SUI), Alexander Kristoff (NOR) führen das Rennen im Moment an.
Etappe
Und wenn Cavendish hier als der größte Favorit gehandelt wird, ist klar, dass das Profil eher eine Sprintankunft vorsieht. Das Feld hat London auf südwestlicher Richtung durch Chelsea verlassen. Im Londoner Vorland geht es dann neunmal über den Boxing Hill. Der kleine Anstieg sollte aber letztlich keine große Herausforderung bedeuten.
Wiggins
Der amtierende Tour-Sieger ist heute aber in erster Linie als Helfer am Start. Der Mann mit den Koteletten hat es sich gestern nicht nehmen lassen und an der Eröffnungsfeier teilgenommen. Er stellt sich heute in den Dienst der Mannschaft und soll bei der Mission Gold Mark Cavendish unterstützen.
Start
Wie schon bei den vergangenen Spielen in Peking steht das olympische Straßenrennen gleich am ersten Tag auf dem Programm. Als sich die 144 gemeldeten Fahrer um 11 Uhr MEZ auf den Weg machten, war das Interesse im Herzen London riesig. Nachdem Bradley Wiggins in Paris als erster Brite den Gesamtsieg der Tour de France holte, ist im Gastgeberland eine regelrechte Radsporteuphorie ausgebrochen.
vor Beginn
Herzlich willkommen in London zum olympischen Straßenrennen.