Die Nichtnominierung von Marathontalent Anna Hahner für die Olympischen Spiele ist auf heftigen Protest gestoßen. Wie der Organisator des Düsseldorf-Marathons in einer Mitteilung kritisierte, seien zwei Werfer und die Hochspringerin Ariane Friedrich für das London-Aufgebot berücksichtigt worden, obwohl sie weder die Olympia- noch die A-Norm des Weltverbandes IAAF erfüllt hätten. Dies sei eine "offensichtliche Ungleichbehandlung der Disziplinbereiche" durch den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). "Die Nichtnominierung von Anna Hahner treibt diese Ungleichbehandlung nun auf die Spitze", hieß es in dem Protestschreiben. Die 22 Jahre alte Langstrecklerin aus Rimmels war beim Düsseldorf-Marathon am 29. April in 2:30:14 Stunden Sechste geworden. Zur Erfüllung der Olympia-Norm fehlten ihr nur 14 Sekunden. Mit der Zeit unterbot Anna Hahner aber die IAAF-A-Norm 2:37:00 Stunden um fast sieben Minuten.
