Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Clemens Prokop, hat den Umgang mit der Erfurter Blutmanipulations-Affäre scharf kritisiert. "Ich will nicht verhehlen, dass ich unzufrieden bin, wie die Vorgänge in Erfurt gehandhabt werden", sagte Prokop am Rande des SportsMedia Summits am Donnerstag in Düsseldorf der Nachrichtenagentur dpa. "Es ist ein bizarres Schauspiel, das wir erleben." Dazu gehörten die verwirrenden Erklärungen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), ob die umstrittene UV-Bestrahlung von Athletenblut am Olympiastützpunkt Erfurt auch vor dem 1. Januar 2011 verboten gewesen sei. "Die Stellungnahmen der WADA sind juristisch völlig unbedeutend", erklärte Prokop, der auch Direktor des Amtsgerichts in Regensburg ist. "Die WADA ist dazu da, den WADA-Code zu erstellen und nicht Rechtsfragen, die sich aus dem Kodex ergeben, zu interpretieren." (dpa)
