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Premier League, 7. Spieltag: Handtor rettet Arsenal - ManUtd lässt Federn

Zu den Kommentaren0 Kommentare   |   Quelle: sportal.de
02. Oktober 2016, 23:02 Uhr
FC Arsenal
Das Siegtor des FC Arsenal sorgt für Diskussionen

Manchester United findet weiter nicht in die Spur. Am 7. Spieltag kommen die Red Devils bei Stoke nicht über ein Remis hinaus. Während Chelsea den Weg aus der Krise findet, sichern sich die Gunners mit einem umstrittenen Last-Minute-Tor einen Dreier. Auch im Topspiel kracht's: Manchester City kassiert gegen Tottenham die erste Saisonpleite.

Everton - Crystal Palace 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Lukaku (35.), 1:1 Benteke (50.)

  • Yannick Bolasie zeigte sich wie aufgedreht gegen seinen ehemaligen Klub. Der Mittelfeldspieler, der für 28,9 Millionen zu den Toffees gewechselt war, war an nahezu jeder gefährlichen Offensiv-Aktion beteiligt.
  • Die Innenverteidigung von Everton bestehend aus Ashley Williams und Phil Jagielka, stand in der ersten Halbzeit bombensicher und ließ nicht einen Torschuss von Palace zu.
  • Everton zeigte sich in der Offensive sehr variabel. Ross Barkley, Romelu Lukaku und Bolasie wechselten ständig die Positionen, konnten jedoch in der zweiten Hälfte keine zwingenden Chancen mehr kreieren.
  • Lukakus sehenswertem Freistoßtreffer ging eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung zuvor. Kapitän Jagielka ging mit der Hand zum Ball, ehe Damien Delaneys Eingreifen geahndet wurde. 

Swansea City - FC Liverpool 1:2 (1:0) 

Tore: 1:0 Fer (8.), 1:1 Firmino (54.), 1:2 Milner (84./FE)

  • Liverpool hatte zwar zu Beginn viele Spielanteile, doch die frühe Führung gab es für die Swans. Eine Ecke, die aus einem Konter entstand, wurde auf den langen Pfosten geflankt, die Ablage in den Fünfer nutzte letztlich Leroy Fer für seinen vierten Treffer. Damit kassierte Liverpool in der Liga erneut einen Gegentreffer, die Reds konnten noch keine Partie zu Null spielen.
  • Bitter für Liverpool: Schon früh musste Adam Lallana ausgewechselt werden, für ihn kam Daniel Sturridge. Roberto Firmino rückte dafür aus dem Sturm eine Position nach hinten.

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  • Gefährliche Aktionen gab es in der ersten halben Stunde nur von Swansea, Liverpool tat sich schwer damit, Chancen zu kreieren. Wijnaldum wurde kaum in das Spiel der Reds eingebunden. In der ersten Hälfte gab es zwar 63 Prozent Ballbesitz für Liverpool, gab aber keinen Schuss aufs Tor ab.
  • Nach der Pause begann Liverpool druckvoller. Nach einem Freistoß erzielte Roberto Firmino, der sträflich allein gelassen worden war, den Ausgleich per Kopf. Die Reds hatten in der Folge mehr Tempo in ihren Aktionen, entsprechend kamen auch Chancen zustande.
  • Wirklich zwingend wurde Liverpool nicht, doch nach einem unnötigen Einsteigen von Rangel gegen Firmino im Strafraum entschied Michael Oliver auf Elfmeter. James Milner verwandelte den bereits vierten Strafstoß der Reds souverän.

AFC Sunderland - West Bromwich Albion 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Chadli (35.), 1:1 van Aanholt (83.)

  • Die Führung für die Gäste erzielte Nacer Chadli mit seinem dritten Saisontreffer. Damit hat er in vier Spielen für West Brom bereits mehr Tore erzielt als in 30 Partien für Tottenham.
  • In die Torschützenliste trug sich auch Patrick van Aanholt mit seinem zweiten Saisontreffer ein. Die vier anderen der sechs Sunderland-Saisontore erzielte Jermain Defoe.
  • Mit dem Unentschieden holte der FC Sunderland erst den dritten Punkt in der laufenden Saison, was den vorletzten Tabellenplatz zur Folge hat.
  • Zudem hält eine erschreckende Negativserie von Sunderland weiter an: In drei der letzten vier Saisons blieb der AFC in den ersten sieben Saisonspielen sieglos.

FC Watford - AFC Bournemouth 2:2 (0:1)

Tore: 0:1 Wilson (31.), 1:1 Deeney (50.), 1:2 King (62.), 2:2 Success (65.)

  • Für Bournemouth bleibt es bei der schlechten Bilanz an der Vicarage Road: In den vergangenen 15 Auswärtsspielen beim FC Watford sprang nur ein Sieg heraus (sieben Remis, sieben Niederlagen).
  • Callum Wilson erzielte sein siebtes Tor in der Premier League für Bournemouth. Kein Spieler war für den Klub im englischen Oberhaus erfolgreicher.
  • Watford hat es in der neunten Liga-Heimpartie in Folge nicht geschafft, zu Null zu spielen. Das ist die längste Negativserie der Premier League.
  • Troy Deeney zog mit Odion Ighalo gleich. Die beiden sind nun mit jeweils 16 Treffern die Top-Torjäger des FC Watford in der Premier League.
  • Zwischen Josh Kings Einwechslung und seinem Treffer lagen nur 44 Sekunden. Es war damit das schnellste Jokertor in dieser Saison.

West Ham United - FC Middlesbrough 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Stuani (51.), 1:1 Payet (57.)

  • Hammers-Trainer Slaven Bilic musste bereits nach sieben Minuten Rechtsverteidiger Sam Byram wegen einer Verletzung vom Platz nehmen. Ex-Real-Profi Alvaro Arbeloa ersetzte ihn und kam zu seinem zweiten Einsatz für seinen neuen Klub.
  • Die etwas überraschende Führung durch Christian Stuani konnte der französische Nationalspieler Dimitri Payet nur sechs Minuten später mit seinem dritten Torschuss ausgleichen. Nach insgesamt 18 Schüssen in dieser Saison konnte er endlich sein erstes Tor erzielen.
  • Boro-Torhüter Victor Valdes bleibt auch in seinem siebten Premier-League-Spiel (zwei für Manchester United, fünf für Middlesbrough) ohne Sieg und muss weiter auf sein erstes Erfolgserlebnis warten.
  • West Ham hatte insgesamt die besseren Torchancen und brachte es auf insgesamt 19 Schüsse. Middlesbrough dagegen versuchte nach der Führung durch Ballbesitz das Spiel zu beruhigen, was ihnen am Ende auch den Punkt einbrachte.

Hull City - Chelsea 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Willian (61.), 0:2 Costa (67.)

  • Aufatmen bei Antonio Conte und seinen Blues! Nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Ligaspielen beendete Chelsea seine Negativserie und robbte sich so in der Tabelle wieder weiter nach vorne. Mit nun 13 Punkten sitzten die Blues Everton (14) nun wieder direkt im Nacken. Der Rückstand auf Liverpool beträgt weiter drei Punkte.

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  • Der Weg dahin gestaltete sich in Hull allerdings denkbar schwierig. In der ersten Hälfte brachte Chelsea keinen einzigen Schuss aufs Tor. Zum ersten Mal seit 2012 gelingt den Blues dieses Negativ-Kunststück damit in zwei aufeinanderfolgenden Ligaspielen.
  • Hull dagegen verpasste es wieder einmal, seinen ersten Liga-Sieg über Chelsea in der Premier League einzufahren (7 Niederlagen, 2 Remis). Grund dafür war unter anderem mal wieder Diego Costa. Der traf zum dritten Mal in Folge gegen Hull und legte wieder ein Tor (das von Willian) auf. Damit war er an sieben der letzten neun Chelsea-Toren gegen Hull direkt beteiligt.
  • Beide Chelsea-Treffer waren feine Schlenzer von halblinks. Willian traf nach Einzelarbeit von außerhalb des Strafraums, Costa verwertete einen Abpraller aus etwas kürzerer Distanz.

Manchester United - Stoke City 1:1 (0:0)

Tore: 1:0 Martial (69.), 1:1 Allen (83.)

  • Jose Mourinho schickte die gleiche Startelf ins Rennen, die den amtierenden Meister Leicester City vergangene Woche eindrucksvoll mit 4:1 bezwang. Rooney musste sich erneut mit einem Platz auf der Ersatzbank begnügen, Mkhitaryan und Shaw standen trotz überstandenen Verletzungen noch nicht im Kader.
  • United war von Beginn an die klar dominierende Mannschaft, konnte seine Überlegenheit jedoch nicht in Tore ummünzen. Das lag zum einen an der fahrlässigen Chancenverwertung, aber auch an Potters-Keeper Grant, der phasenweise über sich hinauswuchs und die Manchester-Offensive mit mehreren Glanztaten zum Verzweifeln brachte.
  • Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung stach der Mourinho-Joker. Martial hatte Maß genommen und mit einem sehenswerten Schlenzer die Führung besorgt. Zuvor hatte der Ex-Münchner Shaqiri die Kugel vertändelt und den Hausherren so den schnellen Konter ermöglicht.
  • Der Ausgleichstreffer für die Gäste kam aus dem Nichts. Nach einem schweren Patzer von United-Keeper de Gea traf Walters zunächst nur die Latte, der Abpraller landete allerdings genau vor den Füßen von Allen. Der Waliser ließ sich nicht zweimal bitten und hatte keine Probleme das Spielgerät im leeren Gehäuse unterzubringen.
  • Zum ersten Mal nach 36 Jahren vermeidet Stoke City damit eine Niederlage im Old Trafford. Dennoch bleiben die Potters, neben Sunderland, das einzige noch sieglose Team der Premier League.

Tottenham - Manchester City 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Kolarov (9.ET), 2.0 Alli (37.)

Bes. Vorkomnisse: Lamela verschießt Elfmeter (65.)

  • Für Manchester City und Pep Guardiola ist es im zwölften Pflichtspiel die erste Pleite der Saison (zehn Siege, ein Remis).
  • Tottenham bleibt in der Liga nun bei fünf Siegen und zwei Remis ungeschlagen und schiebt sich bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter heran. Es ist mit 17 Punkten der beste Saisonstart der Vereinsgeschichte.
  • Die Spurs betrieben speziell im ersten Durchgang einen irren Aufwand und überrollten den Gegner phasenweise. Sobald ein Citizen den Ball am Fuß hatte, wurde er im Vollsprint angelaufen. Zwar hatte City über das komplette Spiel etwas mehr Ballbesitz, doch in den entscheidenden Situationen schlugen die Spurs überfallartig zu und überzeugten mit bärenstarkem Vertikalspiel.
  • Das entschlossene Pressing der Spurs führte dazu, dass City mit der sonst so starken Spielkontrolle überraschend große Probleme hatte. Weder die Innenverteidiger Otamendi und Stones noch das Mittelfeld schafften es, Ordnung ins Spiel zu bringen. Bezeichnend, dass die Passgenauigkeit der Citizens, auf die Guardiola normalerweise so viel Wert legt, nach 30 Minuten bei unter 70 Prozent lag.

Leicester - Southampton 0:0

  • Sechs Spiele ist die Saison für Leicester alt, drei davon hat der amtierende Meister bereits verloren. Eine erschreckende Bilanz, führt man sich vor Augen, dass die Foxes in den zuvorigen 42 Ligaspielen in genauso vielen Spielen unterlagen.
  • Gegen Southampton sprach eine Statistik jedoch für den Gastgeber: Gegen kein Team gewannen die Foxes in der Premier League öfter zu Hause als gegen die Saints - insgesamt sieben Mal. Allerdings mussten die Gäste in der Premier League seit spielübergreifenden drei Stunden keinen Gegentreffer mehr hinnehmen.
  • Die Partie begann kämpferisch und auf spielerisch ärmstem Niveau. Nach etwa 20 Minuten bekamen die Zuschauer aber einige Highlights geboten. So scheiterte Austin nach einem tollen Sprint aus spitzem Winkel am Innenpfosten.
  • Wenig später fand sich Vardy nach einem katastrophalen Rückpass von van Dijk alleine vor Forster wieder, vertändelte jedoch den Ball. Die Foxes hatten dennoch zwei Gelegenheiten zum Nachschuss, beide Versuche wurden aber abgeblockt.
  • Die zweite Hälfte gelobte Besserung. Beide Teams spielten munter nach vorne und erarbeiteten sich zahlreiche Chancen. Keine davon wollte jedoch den Weg ins Tor finden, sodass die Spieler in der Schlussphase wieder zurückschalteten und kein hohes Risiko mehr eingingen. Ward-Prowse hatte zum Schluss zwar überraschend noch den Sieg auf dem Fuß - scheiterte aber kläglich.

Burnley - Arsenal 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Koscielny (90.+2)

  • Burnley erwartete die Gunners tief in der eigenen Hälfte und nahm sich die Rolle des Außenseiters von Beginn an an. Bei einem Vorstoß Arsenals blieb lediglich Sam Vokes in der Spitze, um so mit seinem Körper die Bälle festzumachen und auf die nachrückenden Spiekler zu verteilen oder das Eins-gegen-Eins zu suchen.
  • Die seltenen Vorstöße der Gastgeber waren meist deutlich gefährlicher als die der Gunners. Vokes und Johann Gudmundsson hätten den Londonern durchaus wehtun können.
  • Auch Arsenal war darauf bedacht, hinten sicher zu stehen. Darunter litt auch das das Offensivspiel in der ersten Hälfte. Die hochgelobte Kombinationsmaschine aus London fand vor dem Pausentee nur marginal zu ihrer Normalform und so waren zwingende Chancen rar gesät.
  • In Handball-Manier suchten die Gunners nach Räumen, fanden diese nur selten. Gab es eine Lücke im Defensivverbund der Clarets wurde diese aber bis zur letzten Sekunde nicht genutzt, zu ungenau wurden die Angriffe vorgetragen.
  • Mit der letzten Aktion rettete Laurent Ksocielny die Londoner. Nach einem Eckball schoss ihm Oxlade-Chamberlain an die Hand, von wo der Ball ins Tor sprang. Arsenal blieb somit im 26. Spiel in Folge gegen einen Aufsteiger ohne Niederlage (23 Siege, drei Unentschieden).
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