Radprofi Patrick Gretsch (Erfurt) ist beim 96. Giro d'Italia für eine mutige Solofahrt nicht mit dem zweiten deutschen Etappensieg belohnt worden. Der 26-Jährige vom Team Argos-Shimano hatte sich aus einer Fluchtgruppe abgesetzt, wurde aber unmittelbar vor dem Schlussanstieg des 182 km langen elften Teilstücks von Tarvisio nach Vajont von seinen Verfolgern gestellt. Der Tagessieg ging an den Litauer Ramunas Navardauskas (Litauen/Garmin), der auf dem Weg ins Ziel Daniel Oss (Italien/BMC) abhängte. Auf der Abfahrt vom Sella Ciampigotto nach rund zwei Dritteln des Tagesabschnittes setzte sich Zeitfahrspezialist Gretsch von den anderen 19 Ausreißern ab, die sich erst nach einer langen Einrollphase vom Feld gelöst hatten. Auf knapp 1:30 Minuten wuchs der Vorsprung Gretschs auf die Verfolger an, knapp elf Kilometer vor dem Ziel war der Soloritt vorzeitig beendet.
