Dimitrij Ovtcharov ist im WM-Achtelfinale
Dimitrij Ovtcharov ist bei der Tischtennis-WM in Paris nach einem harten Stück Arbeit nur noch einen Sieg vom "Medaillenspiel" entfernt. Der Olympiadritte kämpfte sich in der dritten Runde mit einem 4:2 (9:11, 11:7, 10:12, 11:3, 11:4, 11:3) gegen Tang Peng (Hongkong) weiter und muss auf dem Weg zur anvisierten ersten WM-Medaille im Achtelfinale nun entweder seinen Nationalmannschaftskollegen Patrick Baum oder den Franzosen Emmanuel Lebesson aus dem Weg räumen.
Baum spielte wie Deutschlands Nummer eins Timo Boll am späteren Freitagabend im Palais Omnisports um den Einzug in die Runde der letzten 16. Im Doppel hatte Baum am Nachmittag an der Seite von Bastian Steger den Einzug ins Doppel-Viertelfinale verpasst.
Ovtcharov kämpft sich mehrmals zurück
Gegen Tang hatte Ovtcharov große Mühe, ins Spiel zu finden, und geriet in einer ausgeglichenen Partie sogar zweimal in Satz-Rückstand. Doch Ovtcharov zeigte Kämpferqualitäten und drehte die Partie nervenstark zu seinen Gunsten.
Für die deutschen Damen ist die WM vorzeitig beendet. Als letzte DTTB-Starterinnen im Turnier unterlagen Kristin Silbereisen/Jiaduo Wu im Doppel-Achtelfinale erwartungsgemäß den topgesetzten chinesischen Titelverteidigerinnen Guo Yue/Li Xiaoxia mit 0:4 (7:11, 7:11, 11:13, 3:11) und unterstrichen damit eine wenig erbauliche Bilanz aus deutscher Sicht.
Ex-Europameisterin Wu, die nach dem Ausstieg von Kroppach aus der Frauen-Bundesliga ab der kommenden Saison in Metz/Frankreich aufschlagen wird, attestierte den ohnehin immer favorisierten chinesischen Spielerinnen in Paris eine Sonderklasse: "Bei einer WM spielen sie immer mit voller Kraft, anders als bei normalen Turnieren."
Das Trio Wu, Silbereisen und Zhenqi Barthel war am Vortag in der dritten Runde an Top-Spielerinnen aus China und Hongkong gescheitert. Bundestrainerin Jie Schöpp sagte zum Klassenunterschied: "China ist im Moment nicht unser Ziel. Ich will, dass unsere Damen zuerst in Europa die Besten sind."