Tommy Haas wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund nicht für die Spiele in London 2012 nominiert, Philipp Kohlschreiber ist damit der einzige Herrenspieler im Turnier, dass auf dem heiligen Rasen in Wimbledon ausgetragen wird. Haas, der im Jahr 2000 die Silbermedaille in Sydney gewann und beim ATP Turnier in Stuttgart Igor Andreev in Runde eins mit 4:6, 6:2, 6:2 besiegte, wurde vom DOSB nicht für eine Wildcard vorgeschlagen, hatte im Vorfeld die Kriterien nicht erfüllt. Nun hat sich auch Michael Stich eingeschaltet, der 1992 die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen hatte. Stich übte scharfe Kritik am DOSB. "Ich kann die Nominierungskriterien des DOSB überhaupt nicht nachvollziehen", erklärte Stich dem Radiosender NDR Info. "Wenn es immer nur darum geht, dass Athleten eine reelle Medaillenchance haben, dann dürften wir die Hälfte unserer Sportler da nicht hinschicken." Zuvor hatte schon Tommy Haas seinen Unmut über die Entscheidung geäußert. "Ich kann absolut verstehen, dass er sich aufregt", so Stich weiter. "Tommy als Anerkennung für seine Leistungen für den deutschen Sport und für das deutsche Tennis über die letzten 14 Jahre eine Wildcard zuzubilligen, finde ich eine Selbstverständlichkeit."
