Robert Harting ist die größte Goldhoffnung des DLV bei den Spielen von London. Der Berliner muss im Diskusfinale eigentlich fast schon gewinnen. Andere Helden des Abends könnten Chris Hoy, die deutsche Dressur-Equipe und Gabby Douglas werden. Und kennen Sie noch Matthias Steiner?
Leichtathletik: Hält Hartings Siegesserie?
In der Leichtathletik stehen abends vier Medaillenentscheidungen an. Aus deutscher Sicht sticht das Diskusfinale der Männer ab 20:45 heraus. Robert Harting brauchte nur einen Versuch, um die geforderte Weite von 65 Metern in der Quali zu werfen. Er ist klarer Goldfavorit und seit fast 30 Wettkämpfen unbesiegt. Titelverteidiger Gerd Kanter aus Estland, der ein ruhiges Jahr hatte, warf in der Quali als einziger besser als der Deutsche. Wenn überhaupt jemand Harting das Wurfwasser reichen kann, dann aber wohl Virgilijus Alekna, der litauische Altmeister und mehrfache Olympiasieger und Weltmeister.
Die 100m Hürden der Frauen stellen eines der Highlights des Abends dar, mit den Halbfinals um 20:15 und dem Finale gegen 22:00. Sally Pearson aus Australien ist die klare Favoritin - auch, weil Jessica Ennis sich nach ihrem Siebenkampfgold gegen einen Einzelstart entschieden hat. Ihre britische Rekordzeit von 12,54 Sekunden im Mehrkampf war schneller als alle Qualifikationszeiten in der ersten Runde der Spezialistinnen.
Aus Deutschland sind Carolin Nytra und Cindy Roleder für die Halbfinals qualifiziert. Nytra aber scheint ihre Form noch nicht wieder gefunden zu haben, und Roleder müsste ihre persönliche Bestmarke von 12,91 schon klar verbessern, um eine Endlaufchance zu haben.
Im Hochsprung der Männer ist Ivan Ukhov aus Russland Topfavorit, der einzige Athlet, der in diesem Jahr schon 2,39m übersprang - und dessen entsprechender Erfolg im Juli der beste Sprung auf der Welt seit zwölf Jahren war. Beschlossen wird der Abend im Olympiastadion um 22:15 vom 1500-Meter-Rennen der Herren, in England, der Heimat von Sebastian Coe, Steve Cram und Steve Ovett eigentlich ein Heimspiel, aber kein Brite hat sich fürs Finale qualifiziert. Wetten Sie nicht gegen einen kenianischen Sieger, denn Asbel Kiprop (der Sieger von Peking 2008), Silas Kiplagat und Nixon Chepseba sind die einzigen Läufer, die in diesem Jahr schneller als dreieinhalb Minuten waren.
Radsport: Sir Chris Hoy als krönender Abschluss
Die britischen Bahnradsportlerinnen und -sportler haben im Velodrom das meiste abgeräumt, was an Medaillen zu holen war. Passender könnte es da kaum sein, dass als letztes Event am Dienstag das Keirin-Rennen der Männer ansteht, mit dem Schotten Chris Hoy als Titelverteidiger und Favoriten. Der geadelte Routinier hat gute Siegchancen im Finale ab 18:57, muss sich aber Konkurrenz von unter anderen Maximilian Levy erwehren. Auch der Franzose Mickael Bourgain darf nicht außer Acht gelassen werden.





