Morgenstund hat Medaille im Mund: Das bewiesen die Tischtennis-Herren mit Bronze, aber vor allem die deutschen Kanuten. Bei vier Starts sicherten sie sich vier Medaillen, darunter durch Sebastian Brendel im Canadier-Einer sogar Gold. Nur der Kajak-Vierer der Frauen war trotz Silber enttäuscht.
Glücklich fiel sich das deutsche Tischtennis-Trio in die Arme. Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Bastian Steger hatten soeben die Auswahl aus Hongkong mit 3:1 geschlagen und sich nach dem Einzel-Bronze von Ovtcharov die zweite Medaille bei den Olympischen Spielen von London 2012 gesichert. Gold ging wie erwartet an China, der Topfavorit hatte beim 3:0-Finalerfolg gegen Südkorea weniger Probleme als mit der deutschen Mannschaft.
Der WM-Dritte Boll, der im Einzel in London enttäuscht hatte, und Ovtcharov hatten mit ihren Einzelsiegen die DTTB-Auswahl auf Kurs gebracht. Das neu formierte Duo Ovtcharov/Steger hatte im Doppel dann zwar keine echte Chance gehabt, doch Boll machte mit seinem zweiten Punkt die zweite Team-Medaille für die DTTB-Herren nach Silber 2008 in Peking dann doch perfekt.
Brendel mit sensationellem Goldlauf
Als perfekt könnte man auch die Ausbeute der deutschen Kanuten am Vormittag bezeichnen. Vier Start, vier Medaillen - so liest sich die starke Bilanz. Gold für Sebastian Brendel im Canadier, Silber für den Kajak-Frauen-Vierer und zweimal Bronze für die Kajak-Asse Max Hoff sowie Martin Hollstein und Andreas Ihle.
Vor allem Brendel konnte seinen Triumph gar nicht richtig fassen. Kaum im Ziel angekommen, schüttelte er immer wieder verwundert den Kopf. Doch der Olympiasieg über 1000 Meter war Realität, die die bitteren Erinnerungen an die WM 2011 hoffentlich endgültig ausgelöscht haben werden. Damals hatte ein gebrochenes Paddel seine Hoffnungen auf den Weltmeistertitel jäh zerstört. Doch Brendel war zurück gekommen und hatte die Konkurrenz auf der Olympiastrecke von Eton geradezu deklassiert.





