Die deutschen Hockey-Damen haben im zweiten Gruppenspiel eine 1:3-Niederlage gegen Australien kassiert. Die frühe Führung hatte dem DHB-Team gegen druckvolle und laufstärkere Gegnerinnen, die eiskalt ihre Strafecken nutzten, keine Sicherheit gegeben.
Australien, nach der Auftaktniederlage gegen Neuseeland zum Siegen verdammt, machte in der Riverbank Arena im Olympiapark zu London gleich ordentlich Druck und bestimmte die Anfangsphase, agierte allerdings in ihren Aktionen zunächst viel zu hektisch. Das erste Tor der Partie gelang dann den deutschen Damen, die ihre erste Strafecke mit dem 1:0 durch Katharina Otte (9.) abschlossen.
Doch die Australierinnen ließen sich davon nicht einschüchtern, suchten nach einer Antwort und fanden sie. In schneller Folge kamen sie zu einer ganzen Reihe hochkarätiger Chancen. Zunächst parierte die deustche Torfrau Yvonne Frank zweimal glänzend und rettete ihrem Team die Führung, dann klärte Julia Müller auf der Linie, ehe Hope Munro (20.) doch noch zum mittlerweile hochverdienten 1:1 traf. Zunächst hatte Nina Hasselmann den Ball noch von der Linie kratzen können, doch sie spielte dabei der Australierin direkt auf die Kelle, die ohne Mühe abstaubte.
Australien hätte sich dank der deutlich größeren Angriffsbemühungen vor der Pause die Führung redlich verdient gehabt. Doch die Damen aus Down Under nutzten ihre Chancen nicht, so verfehlte beispielsweise ein Rückhandschuss der Australierin Ashley Nelson knapp das Tor knapp. Das hätte sich fast gerächt, denn in der Schlussphase der ersten Hälfte hatte auch Deutschland noch zwei Chancen, die Natascha Keller jedoch beide vergab.
Australien macht den Sack zu
Auch in der zweiten Hälfte diktierte Australien das Spiel, Deutschland konnte sich kaum befreien. Und so stand wieder Keeperin Frank im Mittelpunkt, die ihr Team zunächst auch vor einem Rückstand bewahren konnte, dann aber nach einer Strafecke das Nachsehen hatte, als Megan Rivers (46.) mit einem schönen Schlenzer zum 1:2 einnetzte.
Auch der hochverdiente dritte Treffer der Australier, ausgerechnet in einer Phase, in der sich Deutschland etwas zwingender in der Hälfte der Gegnerinnen bewegte, fiel nach einer Strafecke. Fiona Boyce (52.) vollstreckte per Flachschuss zum 1:3. In der Folge schaukelte Australien gegen die harmlose deutsche Mannschaft den Sieg souverän nach Hause. Deutschland muss sich in der Defensive unbedingt steigern und im nächsten Spiel gegen die noch punktlosen Südafrikanerinnen am Donnerstag dringend gewinnen, um im Rennen um einen der ersten beiden Gruppenplätze, die zum Weiterkommen ins Halbfinale berechtigen, nicht ins Hintertreffen zu geraten.



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