Gegen Argentinien hatten die USA zunächst Mühe, doch nach der Pause zog Kevin Durant das Tempo an und führte sein Team zum nächsten souveränen Sieg. Die USA untermauerten die Ausnahmestellung, Spaniens Niederlage gegen Brasilien hatte ein Geschmäckle.
Die Frage drängt sich einem zumindest auf, wenn man sich die 82:88-Niederlage der Iberer gegen Brasilien betrachtet. Spanien schloss die Vorrundengruppe durch die Niederlage im letzten Gruppenspiel als Dritter ab und könnte damit erst in einem möglichen Finale auf die USA treffen. Spanische Medien hatten bereits im Vorfeld der Partie über eine absichtliche Niederlage spekuliert.
Davon wollte Trainer Sergio Scariolo allerdings auch nach dem Spiel nichts wissen. "Ich habe eigentlich gar keine Lust, darüber zu reden. Das ist respektlos gegenüber meiner Person, den Spielern und dem spanischen Verband", schimpfte der Coach. Allerdings taten seine Spieler aber wenig, um entsprechenden Spekulationen den Nährboden zu entziehen.
Spanien, vor vier Jahren in Peking noch Silbermedaillengewinner, agierte vor allem im Schlussviertel auffällig lustlos und verspielte just dort eine zuvor relativ klare Führung noch. Der vierte Abschnitt ging mit 31:16 an die Brasilianer, die Spanien damit die zweite Turnierniederlage beibrachten.
USA mit Leistungssteigerung zum Sieg
Anders die USA, die gegen Ende noch einmal richtig aufdrehten und dank einer gewaltigen Leistungssteigerung letztlich zu einem 126:97 gegen Argentinien kamen. Für das amerikanische Star-Ensemble war es der vierte Sieg im vierten Turnierspiel. Sie untermauerten damit noch einmal ihren Anspruch auf die olympische Goldmedaille.
Der Schlüssel zum Sieg gegen Argentinien lag vor allem in der Tempo- und Intensitätsverschärfung in der Defensive, mit der sie dem Olympiasieger von 2004 am Ende keine Möglichkeiten zum Durchkommen mehr einräumten.
Danach zogen sie das Tempo und die Intensität in der Defensive aber an und ließen dem Olympiasieger von 2004 keine Chance mehr. Das dritte Viertel entschied das Team von Coach Mike Krzyzewski gar mit 42:17 für sich.
"USA, USA"-Sprechchöre hallten durch die Basketball Arena im Olympic Park. Vor allem Kevin Durant vom NBA-Vizemeister Oklahoma City Thunder drehte nun auf. Der 23-Jährige war mit 28 Punkten bester Werfer seines Teams. In der Abwehr überzeugte Tyson Chandler von den New York Knicks vor allem nach dem Seitenwechsel, ehe er wegen Foulproblemen von Krzyzewski auf die Bank geholt wurde.
