Nach einem dramatischen und kraftraubenden Wettkampftag, den Ole Bischof mit dem Gewinn der Silbermedaille krönte, folgte ein ebenfalls anstrengendes Nachspiel. Bis zum frühen Morgen blieb der 32-Jährige im Deutschen Haus. "Aber ich habe eigentlich gar nicht gefeiert. Es waren einfach so viele Gratulanten", erzählte er. Und als er in der Nacht um halb vier in seinem Quartier ankam, war noch lange nicht Schluss. "Ich habe dann erst einmal meine Tasche ausgepackt. Und dann hatten mir bei Facebook schon 400 Südkoreaner geschrieben. Irre", freute sich Bischof, der gegen halb sechs endlich ins Bett konnte. Bischof hatte das Judo-Finale bis 81 Kilogramm gegen den Südkoreaner Kim Jae-Bum verloren. Den gleichen Gegner hatte er vor vier Jahren in Peking noch geschlagen und Gold gewonnen. Seine Medaille hat er seither übrigens immer griffbereit. "Hier ist sie", sagte Bischof und zeigte sie stolz einem jungen deutschen Fan.
