Die SpVgg Greuther Fürth kann sich voll auf die Mission Klassenerhalt in der Bundesliga konzentrieren, nachdem das Abenteuer DFB-Pokal schon in Runde eins bei Kickers Offenbach endete. Keinen Spaß verstand der VfL Wolfsburg gegen den FC Schönberg.
Mit 2:0 besiegte Kickers Offenbach Greuther Fürh und sorgte damit für das zweite Aus eines Bundesligisten. Zuvor war Hoffenheim bereits beim Berliner AK gescheitert. Humorlos absolvierte Wolfsburg seine Pflichtübung im Pokal beim FC Schönberg mit einem 5:0-Sieg.
Während Offenbach sich von den 7600 Fans auf dem Bieberer Berg feiern ließ, haderte Greuther Fürth mit sich und dem Schiedsrichter. Referee Christian Dingert hatte dem OFC einen Handelfmeter zugesprochen und zwei Fürther des Feldes verwiesen. Allein daran die Niederlage der Franken festzumachen wird dem Spiel aber nicht gerecht.
Thomas Rathgeber (28.) und Lars Bender (90.+1) waren die Offenbacher Torschützen, die Fürther Edgar Prib (Gelb-Rot/55.) und Abdul Rahman Baba (Rot/87.) mussten vorzeitig zum Duschen. "Das ist ein Wahnsinnsgefühl", sagte Torschütze Bender. "Man hat gesehen: Jeder hat gewollt, jeder hat für jeden gekämpft, jeder ist für jeden gelaufen."
Offenbach selbstbewusst
Die Kickers traten selbstbewusst auf, standen defensiv kompakt und schalteten bei Ballgewinn schnell um. Offenbach war die deutlich energischere und auch spielstärkere Mannschaft, während sich der Favorit im Spielaufbau einen Fehler nach dem anderen leistete. Zwei Chancen von Sercan Sararer (3./21.) - mehr war von den Gästen lange nicht zu sehen.
Rathgebers Strafstoß war allerdings auch die erste klare Möglichkeit für den OFC - und rief auf der Fürther Bank lautstarke Proteste hervor. Denn der Torschütze hatte zuvor bei einem Freistoß lediglich den angelegten Ellbogen von Bernd Nehrig getroffen. Schiedsrichter Christian Dingert entschied trotzdem auf Elfmeter.
Dem Bundesligisten fiel auch nach der Pause nicht viel ein. Im Gegenteil, Greuther Fürth ließ viele Chancen durch Marcel Stadel (50.), Mathias Fetsch (55./56.), Sead Mehic (62.) und Andre Hahn (82./84.) zu. In der Schlussphase machte Fürth noch einmal Druck, kam dem Ausgleich aber nur durch Kingsley Onuegbu (69.) und Mergim Mavraj (80.) nahe.
Die Platzverweise für Prib (wiederholtes Foulspiel) und Baba (Tätlichkeit) machte es den Offenbachern noch leichter als der ohnehin schon indisponierte Fürther Auftritt.
Olic trifft dreimal für Wolfsburg
Gut gelaunt hatte sich Verbandsligist Schönberg vor dem Spiel präsentiert und in einem Youtube-Video demonstriert, wie man gegen die Wölfe das Tor vernageln möchte. In der Praxis funktionierte das weniger gut, Wolfsburg schenkte den Mecklenburgern, die für das Pokalspiel an die Lübecker Lohmühle ausgewichen waren, fünf Treffer ein.
Auch wenn das Ergebnis deutlich ausfiel, präsentierte sich Schönberg vor 3500 Zuschauern als engagierter Gastgeber, der sich teuer verkaufte. Wolfsburg überzeugte keinesfalls, vermied aber immerhin ein frühes Aus wie im Vorjahr, als in Runde eins nach einer Niederlage gegen RB Leipzig Endstation war. Ivica Olic (28., 30., 67.), Diego (43.) und Bas Dost (66.) erzielten die Tore für die Mannschaft von Trainer Felix Magath.
Gerade in der Anfangsphase lief bei den Niedersachsen noch nicht viel zusammen. Als Olic dann binnen 180 Sekunden einen Doppelpack erzielte, war die Partie natürlich gelaufen, Zunächst staubte er nach einem Pfostentreffer von Abwehrchef Naldo ab. Dann netzte der Kroate per Kopf ein. Schönberg wehrte sich aber weiterhin tapfer und ärgerte Wolfsburg so gut es ging weiter.
