Olympia in London wird für Österreich immer mehr zum Alptraum. Die Österreicher sind in der britischen Hauptstadt nach wie vor ohne Medaille, selbst Guatemala und Usbekistan sind erfolgreicher. Zum zweiten Mal drohen die Sportler aus der Alpenrepublik komplett leer auszugehen. Das war ihnen bislang nur 1964 in Tokio passiert. Kein Wunder, dass Austria in heller Aufregung ist und der Ruf nach Veränderungen laut wird. "Nur zu Olympia zu fahren und die gute Atmosphäre zu genießen, das ist zu wenig. Olympia-Tourismus, das ist nicht das Ziel", hatte der österreichische Sportminister Norbert Darabos bereits Ende der vergangenen Woche in einem Radiointerview des ORF geschimpft. In der Tageszeitung "Österreich" legte er wenig später nach und kündigte an, nach den Wettkämpfen in London "Tacheles" reden zu wollen. Vor vier Jahren in Peking hatten die Österreicher mit einmal Silber und zweimal Bronze zumindest drei Medaillen mit nach Hause gebracht. Das war auch in diesem Jahr die Zielsetzung. Doch zu Beginn der zweiten Woche taucht Österreich im Medaillenspiegel immer noch nicht auf.
