Nuri Sahin wechselt von Real Madrid in die Premier League zum FC Liverpool. Die Königlichen leihen den ehemaligen Dortmunder für ein Jahr an die Reds aus, damit Sahin Spielpraxis sammeln kann. Das bestätigte Liverpool auf seiner Internetseite.
Lange Zeit galt auch der FC Arsenal als aussichtsreicher Kandidat im Poker um die Dienste von Sahin, doch nun schlug das Pendel doch zugunsten der Reds aus. Was am Ende den Ausschlag gab und wie die Transfermodalitäten genau aussehen - ob die Reds zum Beispiel eine Kaufoption erhielten, wurde nicht bekannt.
Mourinho kennt Rogers aus Chelsea-Zeiten
Real Madrids Trainer Jose Mourinho hat möglicherweise auch seinen Teil zum Wechsel von Sahin nach Liverpool beigetragen. Er kennt den neuen Reds-Trainer Brendan Rodgers aus seiner Zeit beim FC Chelsea. Rogers war seinerzeit Jugend- und Amateur-Trainer bei den Blues. Mourinho setzt natürlich darauf, dass Sahin viel Einsatzzeit bei den Reds erhält.
"Es fühlt sich großartig an. Ich bin froh, hier zu sein und ich freue mich, für Liverpool zu spielen", sagte Sahin, der die Rückennummer vier in Liverpool erhält. Er ist der erste türkische Profi beim FC Liverpool.
Mourinho habe ihm vorgeschwärmt. "Er hat mir erzählt, dass der englische Fußball für einen Profi ein Genuss ist", sagte Sahin. Xabi Alonso, der früher selbst für Liverpool gespielt hat, habe ihm sogar zum Wechsel geraten. "Er liebt immer noch den Liverpooler Fußball", meinte der frühere BVB-Profi.
Sahins neuer Trainer Rodgers hatte schon am Freitag von Sahin geschwärt, als der Deal konkrete Formen annahm. "Sahin war fantastisch in Dortmund und hat dort in sehr jungen Jahren viel erreicht", hatte er erklärt. "Deshalb durfte er zu Real Madrid wechseln, wo es verletzungsbedingt für ihn nicht gut lief. Dennoch ist er immer noch ein wundervoller Spieler, technisch und taktisch, und wir hoffen, dass das Extra-Stück Qualität der Gruppe wirklich helfen wird", sagte der Nordire.
Nuri Sahin war vor der vergangenen Spielzeit vom BVB nach Madrid gewechselt und hatte dort einen Sechsjahresvertrag unterzeichnet. Im Mittelfeld kam er nach einer Verletzung aber nicht an Xabi Alonso und Sami Khedira vorbei.
