Novak Djokovic hat es geschafft und als erster Spieler in der Open Ära die Australian Open zum dritten Mal in Folge zu gewinnen. Zwar begann Andy Murray stark und holte sich den ersten Satz, danach aber übernahm Djokovic das Kommando und siegte in vier Sätzen.
Auch mit Ivan Lendl auf der Bank reichte es nicht für Andy Murray, der sichtlich geknickt zu seiner Bank marschierte. Nach 2010 und 2011 war es das nächste Finale der Australian Open, das er nicht gewinnen konnte. Mit dem ehemaligen Weltklasse-Spieler als Trainer hatte der Brite den nächsten Sprung gemacht, konnte die 7:6, 6:7, 3:6 und 2:6-Niederlage gegen Djokovic aber nicht verhindern.
"Novak ist der verdiente Sieger, sein Rekord hier ist unglaublich", sagte Murray. Nach dem verwandelten Matchball ging der Djoker in die Knie, schrie seine Erleichterung heraus. Im Gegensatz zum Finale von 2012 zerriss er aber sein Hemd nicht, sondern stürmte zu seiner Box und klatschte sein Team ab. "Das ist ein unglaubliches Gefühl, hier wieder ganz oben zu stehen. Das ist wirklich mein Lieblings-Turnier", sagte Djokovic.
Der Serbe kassierte ein Preisgeld in Höhe von 1,9 Millionen Euro, hatte vor 15.000 Zuschauern in der Rod-Laver-Arena dafür 3:40 Stunden gearbeitet. Gerade in den ersten beiden Sätzen lieferten sich die befreundeten Spieler ein packendes Duell mit fantastischen Ballwechseln. Beide Sätze wurden im Tie-Break entschieden, ein Break gab es nicht.
Das erste Break als Knackpunkt für Djokovic
"Jedes Mal, wenn wir gegeneinander spielen, ist es ein sehr physisches Match. Novak bewegt sich unglaublich gut, ich muss bereit sein für Schmerzen", hatte Murray im Vorfeld erklärt und musste sich auch gleich nach dem verlorenen zweiten Satz am Fuß behandeln lassen. Zudem behielt er recht, denn Djokovic bewegte sich gut, brachte praktisch jeden Ball zurück.
Das Niveau ging dann ein wenig verloren, beide Spieler gingen nicht mehr das Risiko der vergangenen Sätze. Djokovic gelang dann im achten Spiel des dritten Satzes das erste Break im Match, als eine Vorhand von Murray von der Netzkante zurück ins eigene Feld sprang. Damit war die 2:1-Führung perfekt und Murray sollte sich davon nicht mehr erholen.
Als Murray dann im vierten Satz seinen Aufschlag gleich doppelt abgeben musste und Djokovic einen Gang hochschaltete, war die Messe gelesen. Murray zeigte sich trotz der Enttäuschung als guter Verlierer. Novak Djokovic durfte sich nach dem dritten Sieg infolge indes in die Geschichtsbücher eintragen.
