Am Samstag trifft Werder Bremen im Nordderby auf den Hamburger SV. Beide Teams verloren ihr erstes Liga-Spiel, doch Werder Bremen hat die deutlich besseren Karten. Für Eljero Elia ist es ein ganz besonderes Spiel. Drei Jahre spielte der Angreifer beim HSV.
Am Wochenende kommt es in der 1. Bundesliga zum 96. Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV. Beide Vereine starteten mit einer Niederlage in die Saison, doch beim HSV ist die Stimmung deutlich angespannter.
Spielt Akpala oder Petersen bei Werder Bremen im Sturm?
Werder Bremen könnte die schlechte Stimmung im Hamburger Umfeld gnadenlos ausnutzen. Trotz der 1:2-Pleite gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund konnte die Mannschaft beim Liga-Start ihr Können und Potenzial unter Beweis stellen. Mit Joseph Akpala konnten die Bremer zusätzlich diese Woche eine weitere Verstärkung für den Sturm präsentieren. Ob der 26-jährige Nigerianer gegen die Hamburger zum Einsatz kommt oder Nils Petersen im Sturm spielen wird, ist noch offen. Trainer Thomas Schaaf wird seine Entscheidung von der Trainingsleistung abhängig machen.
Eljero Elia hat mit HSV abgeschlossen
Für einen Spieler von Werder Bremen dürfte das ohnehin prestigeträchtige Nordderby ein ganz besonderes werden: Eljero Elia. Der 25-jährige Profi spielte von 2009 bis 2011 beim HSV, erlebte allerdings nach einem guten Start einen eher unrühmlichen Abgang. Vor seinem Wechsel nach Turin galt der Offensivspieler bei vielen HSV-Anhängern als lauffaul und arrogant. Für die kriselnden Hamburger zeigt der Niederländer nur wenig Mitleid, wie er gegenüber der Kreiszeitung Syke zugibt: "Ich gucke nicht zum HSV, sondern nur auf Werder. Wenn der HSV ein schwieriges Jahr hat, ist das nicht mein Problem. Ich spiele jetzt hier und habe mit dem Thema Hamburg abgeschlossen."
Van der Vaart spielt wahrscheinlich nicht
Beim Hamburger SV werden neben Letten-Stürmer Artjoms Rudnevs auch die am Mittwoch vorgestellten Neuzugänge Milan Badelj und Petr Jirácek in der Startelf stehen. Mehrere Hundert Fans begrüßten die beiden Spieler gestern beim Training. Dass Rafael van der Vaart spielen wird, bleibt allerdings unwahrscheinlich. Sollte es noch zu einer Verpflichtung des holländischen Nationalspielers und Publikumslieblings kommen, so wohl erst kurz vor Ende der Transferperiode. Die Hamburger müssten also im Spiel gegen Werder Bremen ganz unabhängig von einem Transfer dann ohne ihren Hoffnungsträger van der Vaart auskommen.
Trotz der Neuzugänge fehlt jedoch der Optimismus im Team und bei den Verantwortlichen. Zeigen sich die Hamburger nur ansatzweise so schwach wie zuletzt gegen Nürnberg, dürfte das Team von Thorsten Fink in Bremen einen schweren Stand haben.
