Bevor die großen Bälle rollen, haben die kleinen bei der Auslosung des DFB-Pokals für Aufregung gesorgt: Losfee Nia Künzer unterlief eine Panne, die zu Protest führen könnte. Aber DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sprach sie gegen eine Neuauslosung aus.
Am Samstag wurde die erste Runde des DFB-Pokals ausgelost. Während sich Schwarz-Weiß Rehden auf den FC Bayern freut, herrschen bei den Sportfreunden Baumberg wegen der Ziehungs-Panne lange Gesichter. Einem möglichen Protest nahm DFB-Präsident Wolfgang Niersbach jetzt aber den Wind aus den Segeln.
Baumberg hatte bereits öffentlich überlegt, Protest einzulegen. "Ein Kuriosum, sicher. Aber wir haben das juristisch prüfen lassen. Es ist alles korrekt", sagte der bei der Auslosung anwesende Niersbach zur "Bild".
Baumberg mit Los Ingolstadt unzufrieden
Es war zu einem Zwischenfall gekommen, als Ex-Nationalspielerin Nia Künzer dem Oberligisten Baumberg Drittligist RB Leipzig zuloste.
Zuvor war Künzer beim Durchmischen der Loskugeln die Kugel mit Leipzig vom Amateur- in den Profitopf gerutscht. Nachdem der Fehler bemerkt wurde, kam es zur erneuten Ziehung. Baumberg bekam den FC Ingolstadt zugelost - in den Augen der Verantwortlichen ein unattraktiver Erstrundengegner.
"Alle sind enttäuscht über dieses Los", sagte Baumberg-Präsident Jürgen Schick und kündigte Konsequenzen an: "Wir wollen uns später nicht den Vorwurf machen müssen, dass wir nicht alles versucht hätten. Ich werde mit dem DFB sprechen."
Autor: Marco Nehmer
