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NHL Sabres schocken Boston - Spektakel in LA

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27. Februar 2014, 08:59 Uhr
ehrhoff,sabres
Ehrhoff und die Sabres halten eine kleine Serie

Die Buffalo Sabres drehen das Spiel gegen die Boston Bruins in letzter Sekunde. Los Angeles gelingt der Comeback-Sieg gegen die Colorado Avalanche. Die Red Wings bezwingen Montreal, Vancouver die St. Louis Blues.

Buffalo Sabres (17-34-8, 42 Pts) - Boston Bruins (37-16-5, 79 Pts) 5:4 OT

Wahrscheinlich hatten die Bruins den Sieg bereits abgehakt. Immerhin hatten sie einen 1:3-Rückstand durch Zdeno Chara, Brad Marchand und Milan Lucic umgebogen und führten mit 4:3. Vor allem aber waren nur noch 53 Sekunden zu spielen. Wie üblich nahm Buffalo jedoch Goalie Jhonas Enroth vom Eis - und machte damit alles richtig. Matt Molsons Pass auf Drew Stafford blieb zwar an Johnny Boychucks Skate hängen, Moulson schnappte die Scheibe jedoch erneut - Overtime!

Die hatte noch gar nicht richtig begonnen, da war das Spiel auch schon wieder vorbei. Nach lediglich 22 Sekunden gelang Matt D'Agostini der Steal gegen Chara. Der Right Wing hatte freie Bahn, Goalie Chad Johnson keine Chance. "Ich habe gesehen, dass Chara nicht gesehen hatte, dass ich aus seinem Rücken kam", beschrieb D'Agostini die entscheidenden Situation. "Ich glaube, er dachte, er hätte genug Zeit, zurückzugehen und die Scheibe zu sichern. Ich konnte ihre Bank schreien hören, deshalb habe ich versucht, mich ein wenig anzuschleichen und bin zum Glück an ihm vorbeigekommen."

Den Sabres, bei denen Goalie Ryan Miller trotz seiner Gala gegen Carolina Enroth Platz machen musste, gelang es damit erst zum dritten Mal in dieser Saison, zwei Spiele in Folge zu gewinnen. Boston war die Olympia-Pause dagegen noch anzumerken. Immerhin hatten die Bruins fünf Spieler nach Sotschi geschickt.

Colorado Avalanche (37-17-5, 79 Pts) - Los Angeles Kings (32-22-6, 70 Pts) 4:6

Spektakel im Pepsi Center. Avalanche und Kings schenkten sich überhaupt nichts. Zunächst führte L.A., dann wieder Colorado, ehe die Gäste das Spiel am Ende doch noch ein letztes Mal drehten. Entscheidend dabei: Anze Kopitar. Frisch von den Olympischen Spielen zurückgekehrt, sorgte der Slowene mit seinem Anschlusstreffer zunächst einmal dafür, dass die Kings nach einem 2:4-Rückstand überhaupt noch einmal zurückkamen.

Noch wichtiger wurde er jedoch nach Jeff Carters Ausgleich. Gut drei Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da schwebte die Scheibe vor Colorados Gehäuse über dem Eis. Kopitar schaltete am schnellsten und brachte die Kings erstmals seit Robyn Regehrs 1:0 - übrigens assistiert von Kopitar - wieder in Führung. Diesmal blieben die Avalanche die Antwort jedoch schuldig. Zwar nahmen sie Goalie Jean-Sebastien Giguere (22 Saves) noch mal vom Eis, einen Nutzen zog daraus jedoch lediglich Justin Williams, der L.A.'s Sieg Sekunden vor dem Ende endgültig sicherte.

Montreal Canadiens (32-21-7, 71 Pts) - Detroit Red Wings (27-20-12, 66 Pts) 1:2 OT

Defense, nichts als Defense. Scort der Gegner wenig bis gar nicht, ist Red-Wings Coach Mike Babcock zufrieden - ob nun als Trainer der Kanadier, mit denen er Olympisches Gold holte, oder in Detroit. So war Brian Giontas Ausgleich Sekunden vor dem Ende das erste Tor, das ein von Babcock trainiertes Team kassierte, seit Lauris Darzins im Viertelfinale von Sotschi zwischenzeitlich für Lettland ausgeglichen hatte.

Nachdem die Red Wings den Sieg so kurz vor dem Ziel noch aus der Hand gegeben hatten, kam allerdings der nächste Babcocksche Wesenszugs ins Spiel. Detroit machte Druck und nahm den Canadiens beinahe die Luft zum Atmen. Der Lohn: Gustav Nyquists entscheidender Treffer zum 2:1.

"So gewinnt man Spiele", erklärte der Schwede. "Speziell, wenn es eng wird und in die Playoffs geht. So muss man Hockey spielen. Du musst Druck machen, wie nie zuvor, immer an ihren Leuten dran sein und den Raum eng machen, um Turnover zu erzwingen. Damit gibst du deinem Team eine Menge Möglichkeiten."

Vancouver Canucks (28-24-9, 65 Pts) - St. Louis Blues (39-13-6, 84 Pts) 1:0

Hat man erst einmal sieben Spiele in Folge verloren, nimmt man alles mit. Auch knappe Siege. Nur gut also, dass die Canucks ausgerechnet St. Louis empfangen durften. Gegen Vancouver gibt es für eines der besten Teams aus dem Westen in dieser Saison nämlich nichts zu holen, was sich auch im dritten Duell in Folge nicht ändern sollte.

Dabei sah es lange nicht einmal schlecht aus. Trotz Vancouvers Überlegenheit (35:20 Schüsse) hielt St. Louis das torlose Unentschieden. Knapp neun Minuten vor dem Ende nutzte Jannik Hansen jedoch einen Break, um nach acht Spielen ohne Tor endlich einmal wieder zu treffen und die Canucks dazu auf Rang acht im Westen zu schießen.

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