Die San Jose Sharks haben Spiel 3 der Conference-Halbfinal-Serie gegen die Los Angeles Kings mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen und nach zwei Pleiten in Serie den ersten Sieg eingefahren. Erneut waren Strafen kurz vor Spielende entscheidend, diesmal erwischt es den Champion.
Respekt vor den Sharks! San Jose hat auf zwei herzzerreißende Niederlagen in L.A. eine beeindruckende Antwort gegeben. Besonders die Pleite in Spiel 2, als die Sharks in der Schlussphase aufgrund zweier Strafen, darunter eine fragwürdige Delay-of-Game-Strafe, eine 3:2-Führung verspielten, war so unfassbar bitter.
Das Drehbuch von Spiel 3 sah im Grunde genauso aus wie das Drehbuch von Spiel 2 - nur mit vertauschten Rollen. Es war wieder dramatisch, es gab wieder entscheidende Penaltys kurz vor Ende der regulären Spielzeit - aber diesmal erwischte es den Champion.
Wegen Strafe: Kings sauer
42 Sekunden vor Schluss musste Verteidiger Robyn Regehr wegen Hakens raus und fünf Sekunden vor der Sirene bekam dann auch noch Trevor Lewis eine Goalie-Interference-Strafe aufgebrummt. Diese Strafe brachte die Kings so richtig auf die Palme, denn aus ihrer Sicht wurde Lewis von Patrick Marleau in Keeper Antti Niemi (26 Saves) hineingesstoßen.
Der einmal mehr überragende Kings-Goalie Jonathan Quick (38 Saves) war besonders wütend und handelte sich nach der Partie sogar noch eine Spieldauerstrafe ein. "Es fällt mir ja sehr schwer zu glauben, dass ein so intelligenter Spieler wie Trevor Lewis absichtlich in den Torwart reinfahren würde. Ich habe ihn gefragt und er meinte, dass er von hinten geschubst worden sei. Ich glaube ihm", so Kings-Stürmer Dustin Penner.
Die Strafe gegen Lewis gab den Sharks eine 5:3-Power-Play-Chance für die ersten 1:19 Minuten der Overtime. Bei doppelter Überzahl traf San Jose zwar nicht, aber dann markierte Logan Couture (4. Playoff-Treffer) nach Vorarbeit von Marleau und Joe Thornton doch noch den Game-Winner.
Couture kommt zurück
Couture war zuvor im zweiten Drittel mit einer Beinverletzung vom Eis gehumpelt, kam aber eine Minute vor Drittelende unter dem Jubel der Sharks-Fans wieder zurück. San Jose musste eine ganze Weile mit nur zehn Stürmern auskommen, da Martin Havlat (zum ersten Mal seit Spiel 1 in Runde 1 wieder in der Lineup) nach dem ersten Drittel schon wieder passen musste.
Defender Dan Boyle hatte die Sharks schon in der 2. Minute im Power Play mit einem Hammer in Führung gebracht. Rookie Tyler Toffoli besorgte danach in der 11. Minute mit dem ersten Playoff-Tor seiner Karriere per Backhander den Ausgleich für die Kings.
Für L.A. endete mit der Niederlage eine Sechs-Spiele-Siegesserie. Spiel 4 findet am Dienstag wieder im Shark Tank statt.
"Wir waren down, aber dann haben wir wieder gesagt: 'Let's go!' Dieser Übergang war herausragend, unsere Leader haben einen großartigen Job gemacht. Man findet viel über sein Team heraus in solch einer Situation. Wir waren voll da heute", sagte Sharks-Coach Todd McLellan.
