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Datum: 18. Mai 2013, 10:21 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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NHL-Playoffs: Pens-Sieg dank Crosby-Hattrick

Sidney Crosby, Pittsburgh Penguins
Sidney Crosbys führte seine Penguins zum Sieg

Pittsburgh hat in den NHL-Playoffs einen weiteren Schritt Richtung Conference-Final gemacht. Im zweiten Spiel gegen die Ottawa Senators konnten sich die Penguins auf Sidney Crosby verlassen und gewannen mit 4:3. Die Pens führen in der Serie jetzt mit 2-0.

Eine spektakuläre Sidney-Crosby-Show hat dafür gesorgt, dass die Pens nur noch zwei Siege vom Einzug ins Conference-Finale entfernt sind. Crosby zeigte in Spiel 2 gegen die Sens sein ganzes Paket an Highlight-Moves, profitierte aber auch davon, dass ihm die Ottawa-Defense viel zu viel Platz gab.

"Er ist einer der Besten der Liga. Wenn du ihm Zeit und Platz gibst, um Plays zu machen, dann killt er dich. Das ist uns heute passiert", sagte Senators-Defender Chris Phillips.

100. Playoff-Punkt für Crosby

Los ging es schon in der 4. Minute, als Crosby an der eigenen blauen Linie den Puck bekam und einen sensationellen Alleingang startete. Er tankte sich zwischen zwei Sens-Verteidigern durch, darunter Norris-Trophy-Winner Erik Karlsson, und schoss den Puck unter Craig Andersons Schoner ins Tor. Ein typischer Treffer im Crosby-Style!

Das 1:0 war gleichzeitig auch Crosbys 100. Scorerpunkt in seiner Postseason-Karriere (im 75. Spiel). Nur vier Spieler erreichten diesen Meilenstein früher als Sid the Kid: Wayne Gretzky, Mario Lemieux, Jari Kurri und Mike Bossy.

Nachdem Kyle Turris im Power Play mit seinem 4. Playoff-Tor den Ausgleich für Ottawa markiert hatte, schlug Crosby ein zweites Mal zu. Wieder zog er über den linken Flügel los und schaute die ganze Zeit zur Mitte, wo Pascal Dupuis herangestürmt kam. Der Pass kam aber nicht. Stattdessen ließ Crosby in letzter Sekunde einen Schuss los und überraschte Anderson - drin!

Lehner kommt für Anderson

Den zweiten Playoff-Hattrick seiner Karriere machte er dann Anfang des Mitteldrittels perfekt. Diesmal feuerte er im Power Play einen Slap Shot über die Fanghand von Anderson hinweg in die Maschen. Damit erzielte Crosby nicht nur das 3:1, er beendete auch vorzeitig den Arbeitstag von Anderson (18 Saves).

Sens-Coach Paul MacLean brachte den 21-jährigen Robin Lehner - und der Backup präsentierte sich ausgezeichnet. Lehner zeigte überragende Paraden, unter anderem gegen Evgeni Malkin und Jarome Iginla, und verhinderte so einen höheren Rückstand.

Ottawa kam nur 40 Sekunden nach Crosbys drittem Streich durch Colin Greening wieder heran, ehe Brenden Morrow mit seinem ersten Playoff-Tor in über fünf Jahren wieder die Zwei-Tore-Führung für die Pens herstellte. Morrow fälschte einen Schuss von Paul Martin unhaltbar für Lehner ab.

Penguins dominieren die Serie

Anfang des Schlussdrittels war es Youngster Jean-Gabriel Pageau, der nach einem wilden Gedränge vor Tomas Vokoun (19 Saves) den Puck über die Linie drückte - wieder waren die Sens auf ein Tor dran. Die Pens brachten den Vorsprung in der Folge allerdings über die Zeit.

Das Ergebnis war am Ende auch knapper, als es der Spielverlauf eigentlich hergab. Pittsburgh dominierte das Geschehen (42:22-Schüsse) und verbrachte die meiste Zeit im Drittel der Sens. "Ich denke, dass wir das bessere Team waren. Ohne ihren Goalie hätte das Ergebnis ganz anders aussehen können. Aber wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste", meinte Vokoun.

Spiel 3 der Serie findet am Sonntag in Ottawa statt. Wenig Mut dürfte den Sens die Tatsache machen, dass sie in der Geschichte noch nie einen 0-2-Rückstand drehen konnten.

Autor: Florian Regelmann