"Um 22 Uhr bist du Zuhause", das klingt nach Teenager. Aber sicher nicht nach einem Profi wie Dez Bryant, der solche Regeln auferlegt bekommen hat. Der sportal.de-Kolumnist stellt angesichts der Jungspund-Schwemme bei den Quarterbacks einen eigenen NFL-Knigge auf.
Dez Bryant hat von den Dallas Cowboys, nachdem er zuletzt seine Mutter Angela angegriffen hatte und bereits zuvor mehrfach aufgefallen war, einen strikten Benimm-Katalog bekommen, zudem darf er sich über die ständige Begleitung von Aufpassern freuen. Kein Alkohol, keine Strip-Clubs, nur Nacht-Clubs, die von den Cowboys genehmigt sind und ein Zapfenstreich, sind die Bedingungen, denen sich der 23-jährige, unbestritten sehr talentierte, Wide Receiver unterwarf.
"Das sind mehr Regeln, als so mancher Grundschüler zu befolgen hat", meinte unter anderem der ESPN-Experte Adam Schefter. Cowboys-Besitzer Jerry Jones ruderte laut foxsports.com auch bereits zurück. Er wisse nicht, wie die angeblichen Regeln an die Öffentlichkeit gekommen wären, das Team habe keine Details an die Medien weitergegeben.
Ob nun harsche Regeln, oder nur Empfehlungen des Teams, es bleibt die Frage, ob es ein erwachsener Mensch wie Dez Bryant - der zudem von Dallas 2,3 Millionen US Dollar im Jahr bekommt - nötig haben muss, Benimmregeln vorgesetzt zu kriegen.
NFL-Knigge für junge Quarterbacks
Schaut man sich allerdings die diversen Schlagzeilen vieler NFL-Akteure an, muss man fast schon konstatieren: So unnötig ist ein solcher Knigge für das Benehmen neben dem Feld nicht. Warum die Herren gerne einmal über die Strenge schlagen, habe ich bereits des Öfteren philosophiert: Sie sind es von Jugendbeinen an gewohnt, die Stars und umworben zu sein. Ein Realitätsbewusstsein lässt sich da oft schwer entwicklen.
Weniger Sorgen neben dem Feld dürften die neun Jungspunde der vergangenen beiden NFL-Drafts haben, die als Quarterbacks ihre Teams in das erste Saisonspiel führen werden. Cam Newton von den Carolina Panthers, Blaine Gabbert von den Jacksonville Jaguars, Jake Locker von den Tennessee Titans, Andy Dalton von den Cincinnati Bengals und Christian Ponder von den Minnesota Vikings sind in ihrem zweiten Jahr bereits NFL-Luft gewöhnt.
Mit den Rookies Andrew Luck von den Indianapolis Colts, Robert Griffin III von den Washington Redskins, Brandon Weeden von den Cleveland Browns, Russell Wilson von den Seattle Seahawks und Ryan Tannehill von den Miami Dolphins sind fünf weitere Neulinge bei ihren Teams für die erste Partie gesetzt.
Diese Tatsache verleitet mich dazu, den hier genannten Neun gleich einmal einen NFL-Knigge der besonderen Art an die Hand zu geben, der nach meiner Fan- und Kolumnistenerfahrung helfen könnte.





