Sollten sich Hawk-Eye und GoalRef durchsetzen, wird die Technologie früher oder später auch in Deutschland ankommen. Nun stellt sich die Frage: Wer übernimmt die Kosten für der teuren Technik? Besonders kleine Vereine hätten Probleme ihre Stadien aufzurüsten.
Der Kampf gegen Wembley-Tore kann ganz schön teuer werden - vielleicht zu teuer für manch kleinen Proficlub. Nach dem grünen Licht der FIFA-Regelkommission für neue Technologien auf der Torlinie gibt es aus der Bundesliga nicht nur Zustimmung. Geäußert werden auch Sorgen, wie die neue Technik im Stadion finanziert werden soll.
Denn auf den Kosten dürften die Clubs sitzen bleiben, wie etwa Hannover-96-Präsident Martin Kind erwartet: "Die Anschaffungskosten werden letztlich die Vereine übernehmen müssen. Alles andere halte ich für unrealistisch."
Preise von bis zu 300.000 Euro stehen für das aus dem Tennis bekannte Hawk-Eye-System im Raum. Sechs Kameras, die den Ball erfassen sollen, müssten im Stadion installiert werden. Deutlich preiswerter soll laut der Entwickler das ebenfalls genehmigte GoalRef-System sein, das mit einem Magnetfeld im Tor die Bewegung des Balles erkennt.
Was passiert bei den kleineren Clubs?
Die Regel-Revolution dürfte vor allem ein wirtschaftlicher Clou werden, wenn am Ende womöglich hunderte Proficlubs ihre Stadien aufrüsten müssen. Denn seit das FIFA-Regelkomitee beschlossen hat, bei der Frage Tor oder kein Tor künftig diese beiden technischen Hilfsmittel zuzulassen, könnte die Technik bald auch in Zweitligastadien zum Standard werden.
Und während 300.000 Euro einen Euro-League-Kandidaten wie Martin Kinds Hannover 96 wohl noch nicht in Schieflage bringen würden, fängt manch kleinerer Verein schon an zu rechnen.





