Die San Antonio Spurs sind nicht zu stoppen. Die Suns sind zwar nicht der Gegner, der der Inbegriff eines Stolpersteins ist, dennoch gelang den Texanern bereits der achte Sieg in Folge. Derweil sind die Wizards auf dem Vormarsch und besiegten überraschend die Bulls.
Angeführt von ihrem französischen Superstar Tony Parker besiegten die San Antonio Spurs die Phoenix Suns mit 108:99. Parker verbuchte 31 Punkte und war in Abwesenheit des am Knie verletzten Tim Duncan bester Akteur auf dem Parkett. Mit nunmehr 36 Siegen und elf Niederlagen belegen die Spurs in der Western Conference hinter Oklahoma City Thunder den zweiten Rang.
"Er ist unglaublich", zollte Manu Ginobili, der auf 20 Punkte kam, seinem Teamkollegen auf espn.com Respekt. "Ich kann nicht mal behaupten, dass er zu einem Phänomen im vierten Viertel geworden ist, da er schon in der letzten Saison so unglaublich stark war. Er ist so gut, dass er zu Beginn relaxen kann und wenn wir ihn dann brauchen, dreht er auf."
Die Spurs waren mit einem Punkt Rückstand in den Schlussabschnitt gegangen und konnten sich auf Parker verlassen. Elf Punkte und fünf Assists steuerte der Franzose bei, provozierte zudem sechs Turnovers des Gegners. Phoenix musste das Viertel mit 17:27 abgeben und verspielte damit den möglichen Sieg im AT&T Center.
"Innerhalb der letzten Jahre ist es zu meinem Team geworden. Coach Gregg Popovich hat mich immer dazu motiviert, der Spieler zu werden, der Spiele entscheiden kann und die Entscheidungen trifft, die für mich und das Team gut sind. Und die Ratschläge meines Trainers habe ich mir immer zu Herzen genommen", meinte Parker.
Washington Wizards schlagen die Chicago Bulls
Beeindruckend ist auch die Leistung der Washington Wizards. Die ersten zwölf Saisonspiele gingen verloren und lange Zeit stellte man das schlechteste Team der Liga. Mit dem zweiten Sieg in Serie und dem siebten Erfolg innerhalb der letzten zehn Partien haben die Wizards nun ihr Konto auf elf Saisonsiege ausgebaut und die Charlotte Bobcats im Osten überholt.
Dabei war der 86:73-Sieg gegen die Chicago Bulls natürlich überraschend. Doch lange Zeit mussten die Wizards ohne ihren Point Guard John Wall auskommen, der nach einer Knieverletzung wieder fit ist. Er ist einer der Garanten für den Höhenflug. Die Entscheidung fiel im dritten Viertel. Als die Wizards die Bulls mit 23:11 in die Schranken wiesen und mit 73:55 in Führung gingen.
Insgesamt war es eine starke Teamleistung von Washington. Emeka Okafor kam auf 15 Punkte sowie 16 Rebounds, John Wall und Nene trafen für 16 Punkte. Bei den Bulls war Nate Robinson mit seinen 19 Punkten Top-Scorer und Joakim Noah verpasste nur knapp ein Triple-Double (neun Punkte, 17 Rebounds und zehn Assists). "Jetzt sind wird die Mannschaft, die wir sein wollten", meinte Okafor.
Siege für die 76ers und die Trail Blazers
Zu einem ebenfalls überraschenden Sieg kamen die Philadelphia 76ers, die in eigener Halle einen 97:80-Erfolg gegen die New York Knicks feierten und damit bis auf zwei Siege an die Boston Celtics heranrückten, die auf Platz acht im Osten liegen. Jrue Holiday war mit 35 Punkten bester Werfer der 76ers und rechtfertigte seine Nominierung für das All Star Team eindrucksvoll.
Mit dem zweiten Triple-Double seiner Karriere führte unterdessen der Franzose Nicolas Batum die Portland Trail Blazers zum 101:100-Erfolg über die Los Angeles Clippers. Der 24-Jährige verbuchte 20 Punkte, schnappte sich zehn Rebounds und lieferte zudem zwölf Assists.
