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1. NBA Saisonvorschau: LeBron James, Dwight Howard, Kevin Love - Die Top 3 auf jeder Position
Von: Oliver Stein
Datum: 23. Oktober 2012, 09:34 Uhr
Format: Artikel
Diskussion: 14 Kommentare
 
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NBA Saisonvorschau: LeBron James, Dwight Howard, Kevin Love - Die Top 3 auf jeder Position

LeBron James, NBA, Miami Heat
LeBron James (re.) ist der beste Small Forward der NBA

Wer ist der beste Center der Liga? Ist LeBron James wirklich ein Shooting Guard? Und wieso gehört Dirk Nowitzki nicht zu den drei besten Power Forwards der NBA? Der Basket Case von sportal.de ermittelt die Top 3 auf jeder Position, heute gibt es den ersten Teil.

Im ersten Teil stellen wir Ihnen pünktlich vor dem Saisonbeginn die drei besten Center, Power Forwards und Small Forwards der NBA vor. Als Kriterien dienen dabei nicht nur die statistischen Werte wie Punkte, Rebounds und Assists, sondern auch die Effizienz der Spieler, das Spielverständnis, das Defensivverhalten sowie die Erfahrung und der Charakter auf dem Feld.

Center: 1. Dwight Howard - Los Angeles Lakers

19 Punkte, 12 Rebounds und 4 Blocks - Dwight Howards Ausbeute aus seinem ersten Vorbereitungsspiel beim neuen Club, den Los Angeles Lakers, liest sich gut. Doch was für jeden anderen Center der Liga starke Werte wären, ist für Howard Durchschnitt. Bandscheibenverletzung und Operation hin oder her, Howard wird auch in dieser Saison wieder der dominierende Center der Liga sein. Doch das ist ihm nicht mehr gut genug.

Denn drei Auszeichnungen als bester Defensivspieler sowie eine Finalteilnahme mit den Orlando Magic sind zwar schön und gut, ersetzen aber Titel nicht. Und die will Howard zunächst mal in Los Angeles gewinnen. Seinem Transfer zu den Lakers ging zwar eine monatelange Seifenoper voraus, doch einmal angekommen, sieht das Team um Howard und Kobe Bryant zumindest auf dem Papier wie der große Favorit im Westen aus.

Seine unglaubliche körperliche Präsenz unterstreicht Howard immer wieder mit gutem Timing bei Blocks und Rebounds, an seinem Wurf hingegen muss der Center noch arbeiten. Ob aus dem Feld oder von der Freiwurflinie, außerhalb der Zone fühlt sich Howard nicht mehr wohl. Zum Rang eines der besten Center aller Zeiten wird es aber für Howard aus genau diesen Gründen nie reichen - Spieler wie Olajuwon oder Abdul-Jabbar waren eben doch um einiges vielseitiger. Doch wenn man die dazu passenden Teamkollegen hat, muss es das ja vielleicht auch gar nicht. Das Howard seiner Karriere demnächst einige Titel hinzufügen können wird, scheint sicher.

2. Andrew Bynum - Philadelphia 76'ers

Diese Titel gewann Andrew Bynum mit den Lakers bereits, richtig glücklich hingegen wirkte der an der Ostküste aufgewachsene Center nie. Und so nahm er es als Herausforderung an, als er während des Sommers von den Lakers nach Philadelphia abgegeben wurde, um Platz für Dwight Howard zu schaffen. Doch Bynum ist eben ein schlampiges Genie. Trotz aller großen Versprechungen, sich in den Dienst der Mannschaft stellen zu wollen, erschien Bynum zunächst in Lakers-Trainingskleidung zu seiner ersten Pressekonferenz, um sich dann zu Beginn des Trainingslagers in einem erschreckend schwachen körperlichen Zustand zu präsentieren.

Und genau diese Dinge scheint der direkt aus der Highschool in die NBA gekommene Bynum nicht abstellen zu können - oder wollen. Ob man es Unreife nennen will oder einfach nur Faulheit, die Lakers hatten sich sicher sowohl in persönlicher als auch in spielerischer Hinsicht einiges mehr von Bynum erhofft - so wie das übrigens auch die 76'ers tun, die für Bynum mit Andre Igoudala ihren besten Defensivspieler abgaben.

Potenzial hat Bynum sicher sehr viel. Wenn er es schafft, durch einen professionelleren Lebenstil fit zu bleiben, bereit ist, von seinen Trainern zu lernen und sich eben auch manchmal als Mannschaftsspieler auszeichnen kann, könnte Bynum über Jahre der dominierende Center der Eastern Conference werden.

3. Marc Gasol - Memphis Grizzlies

Eigentlich war Marc Gasol in dem Trade, der ihn im Tausch für seinen Bruder Pau von Los Angeles nach Memphis brachte, so etwas wie der enttäuschende Trostpreis. Doch Gasol hat sich innerhalb von vier Jahren zu einem der besten Big Men der Liga gemausert und zusammen mit Zach Randolph aus den Grizzlies ein Playoffteam gemacht. Knapp 15 Punkte sowie 9 Rebounds im Schnitt bedeuten bei uns Rang 3 unter den Centern.

Als Stammspieler der spanischen Nationalmannschaft international bereits sehr erfolgreich, konnte sich Gasol in der letzten Saison über seine erste All-Star-Nominierung freuen. Gasol lebt vor allem von seiner Präsenz unter dem Korb und im Post, hat allerdings wie so viele Center Schwächen mit Würfen von außerhalb der Zone. Er zeigte sich allerdings im letzten Jahr stark verbessert darin, auf seine Chancen zu warten und des öfteren besser postierte Teamkollegen zu suchen. Doch vor allem körperlich könnte Gasol noch etwas zulegen, denn Howard und Bynum sind dem Spanier, was die Athletik angeht, weit überlegen.

Auf den Plätzen folgen mit Tyson Chandler (New York Knicks) der neben Howard defensiv stärkste Center der Liga sowie Roy Hibbert von den Indiana Pacers.

Power Forwards: 1. Kevin Love - Minnesota Timberwolves

Für die Timberwolves dürfte der Draft 2008 eine der stolzesten Stunden ihrer Franchise-Geschichte gewesen sein. Love, im Draft an Nummer fünf ausgewählt, wurde in einem acht Spieler umfassenden Tauschgeschäft von den Memphis Grizzlies nach Minnesota abgegeben. Die Timberwolves überließen Memphis dafür unter anderem die Rechte an Draftpick Nummer drei O.J. Mayo, jetzt ein Dallas Maverick. So landete Love anstatt im heißen Süden im kalten Norden des Landes - und entpuppte sich für Minnesota als Volltreffer..

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14 Kommentare
Letzter Kommentar:
Mr.Mojo schrieb am 27.10.2012 23:55
Vorneweg, die Liste gefällt mir nicht wirklich gut, es scheint, hier wurde sehr oberflächlich geurteilt...

Zu dem Centern:

Ich persönlich sehe in Bynum den besseren Center als Howard, das sollte sich in dieser Saison auch zeigen, vermute ich, trotzdem kann ich natrülich verstehen, dass viele Dwight zurecht auf den ersten Platz wählen würden, wie auch immer, Gasol auf der 3 ist durchaus nachvollziehbar, wobei Marc athletisch in der Tat nicht mir Howard, Bynum oder Chandler mithalten kann.
Das größte Problem, dass ich mit dem Ranking der Center habe, ist das Brook Lopez nicht einmal erwähnt wird, der Junge gehört meiner Meinung nach noch vor Gasol auf Platz 3, dafür sprechen zum einen seine Oldschool Spielweise, zum anderen seine Karriere Stats von 17,3 PPG; 7.5 RPG bei 50 Prozenz Feld- und 80 Prozent Freiwurfquote. Dazu ist er erst 24 Jahre alt, ich denke, wir werden noch viel von ihm hören.


Meine Liste wären dann dementsprechend:

1. Andre Bynum
2. Dwight Howard
3. Brook Lopez
.
.
4. Marc Gasol
5. Roy Hibbert

------

Zu den Power Forwards:
Also Leute, wie kann Dirk Nowitzki denn nicht unter den ersten drei auftauchen ????

Der gute Mann hat auch letztes Jahr immer noch überragend gespielt, zwar unter seinem Durchschnitt aber immer noch besser als Gasol, Alridge oder Bosh und mindestens auf einer Stufe mit Griffin. Man sollte nicht vergessen, dass Dirk letzes Jahr immerhin noch 22 Punkte und 7 Rebound pro Spiel gesammelt hat, in den Playoffs sogar 27 Punkte über 4 Spiele gegen Serge Ibaka.
Offensiv gesehen ist er sicherlich noch immer der beste Power Forward der Liga.

Desweiteren passt es mir ganz und gar nicht, dass weder Kevin Garnett noch Tim Duncan erwähnt werden, die beiden defensivstärksten Spieler auf dieser Position, dazu kommen 15 (Duncan) bzw 16 (Garnett) Punkte sowie 8 (Garnett) bzw 9 (Duncan) Rebounds pro Spiel. Noch bemerkenswerter sind die Stats aus den diesjährigen Playoffs:
Garnett liegt da mit 19,2 PPG; 10,3 RPG; 1,2 SPG; 1,4 BPG nur knapp unter seinem Carrier average bei besser Frei- und Feldwurfquote wohlgemerkt.
Duncan kommt noch auf 17,4 Punkte und 9,4 Rebounds bei immer noch sagenhaften 2,4 Blocks pro Spiel.
Man sieht also, dass die beiden gerade wenn es wirklich darauf ankommt noch immer in der Lage sind, das Spiel zu dominieren, was man bei Kevin Garnett sowohl gegen Josh Smith und die Hawks als auch gegen Miami's Defense gesehen hat. Dazu stellt er noch immer die besten Picks der gesamten Liga, sein Perimeter Jump Shot is akkurater denn je...für mich vollkommen unverständlich, dass er nicht in diesem Ranking auftaucht.

Wie auch immer, meine Liste sähe dann so aus:

1. Kevin Love
2. Dirk Nowitzki
3. Blake Griffin
.
.
.
4. Kevin Garnett
5. Chris Bosh, Tim Duncan oder Lamarcus Alridge.

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Zu den Small Forwards:

Platz 1 und 2 sind hier klar, da gibt es nicht viel ziu diskutieren, die Frage ist eigentlich nur was ein Power Forward wie Smith und ein (zugegeben sehr sympathischer) Kenneth Faried auf dieser Liste machen.

In meine Augen sollte das Ranking so aussehen:

1. Lebron James
2. Kevin Durant
3. Carmelo Anthony
.
.
.
4. Paul Pierce (ist eigentlich nicht schlechter als Melo)
5. Andre Iguodala

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Alles in allem hat mir dieser Basket Case wie oben bereits erwähnt nicht sonderlich gefallen, aber Meinungen sind nunmal unterschiedlich, trotzdem glaube ich, dass die Meinung die Sportal vertritt, etwas fundierter sein könnte ;)


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