Die von den Olympischen Spielen in London abgereiste Ruderin Nadja Drygalla bekommt Rückendeckung von ihrem Vereinschef beim ORC Rostock. "Nadja ist bei uns nie durch rechtsradikales Gedankengut aufgefallen. Ich finde es erbärmlich, dass ein junges Mädchen in Sippenhaft genommen wird", sagte der Vorsitzende des ORC Rostock, Walter Arnold, dem Nachrichtenmagazin Focus. Durch die Vorwürfe könnte die sportliche Karriere Drygallas beendet sein, befürchtet Arnold. Mit dem Fall will sich nach Olympia auch der Sportausschuss des Bundestags beschäftigen. Dann soll es auch um die Frage gehen, wann und in welchem Umfang der Deutsche Olympische Sportbund und der Deutsche Ruderverband im Bilde waren. Das Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern wusste nach eigenen Angaben seit etwa einem Jahr von Kontakten Drygallas in die rechtsextremistische Szene. Ende September war die Athletin freiwillig aus dem Polizeidienst ausgetreten.
