Sein Halbfinale gegen David Ferrer saß Rafael Nadal buchstäblich auf einer Po-Backe ab. In der gerade einmal 106 Minuten langen Partie war ihm einfach alles gelungen sogar ein Punktgewinn auf dem Hintern sitzend. Das konnte man von Roger Federer nicht behaupten, dessen viele Fehler das Aus gegen Novak Djokovic bedeuteten.
Im Eiltempo entledigte sich Rafael Nadal seiner Halbfinal-Aufgabe. Dabei hatte er es in David Ferrer mit einem absoluten Sandplatzspezialisten, der für seinen unermüdlichen Kampfgeist berühmt ist, zu tun bekommen.
Doch gegen den erneut bärenstark auftrumpfenden Nadal war auch er diesmal machtlos. Nur 1:46 Stunden Spielzeit hatte Nadal gebraucht, ehe er mit 6:2, 6:2, 6:1 den Platz als Sieger verlassen konnte. Das hatte auch eine zwischenzeitliche Regenunterbrechung nicht verhindern können.
"Das war mein bisher bestes Match hier in diesem Jahr", analysierte Nadal. "Ich konnte nicht erwarten, so in einem Roland-Garros-Halbfinale gegen einen der besten Spieler der Welt zu gewinnen. David tut mir sehr leid. Er ist einer meiner besten Freunde auf der Tour."
Doch auch Freundschaft schützt gegen Nadal nicht vor Demontagen. Der Weltranglistenzweite blieb auf dem Weg zu seinem möglicherweise siebten French Open-Titel weiter ohne Satzverlust.
Ferrer hielt nur bis zum 2:1 im ersten Satz mit, als er sogar noch zwei Breakbälle hatte. Dann aber legte Nadal richtig los. Und bei ihm klappte einfach alles. Egal, ob er auf dem Hintern sitzend einen Halbvolley spielte und tatsächlich danach auch den Punkt machte oder einfach Winner in Serie produzierte.
Er zeigte genau das Tennis, das die französische Zeitung L'Equipe vor einigen Tagen als "bestialisch" bezeichnet hatte und das ihn zu seinem bereits siebten French Open-Sieg seiner Karriere treiben könnte.





