Sportdirektor Heino Knuf hat nach der verpassten Halbfinal-Qualifikation der deutschen Hockey-Damen bei den Olympischen Spielen vor Mittelkürzungen durch den Bund gewarnt. "Wir sind mit den Herren in der Weltspitze und mit den Damen nahe dabei. Da wäre es fatal, wenn man jetzt sofort Sanktionen einleiten würde. Die würden uns weiter von der Weltspitze entfernen", sagte er am Montag in London. Angesichts der nicht mehr zu erfüllenden Zielvorgabe von zwei Olympia-Medaillen muss der klamme Deutsche Hockey-Bund (DHB) Kürzungen in der Spitzenförderung befürchten. Das könnte die Topstellung gefährden, glaubt Knuf. Rund 1,6 Millionen Euro erhält der mit einem Gesamtetat von zwei Millionen Euro planende DHB jährlich vom Bundesministerium des Inneren (BMI). "Die Mittel, die wir bräuchten, um mit den Top-Nationen mitzuhalten, sind zu knapp", klagte Knuf.
