Bei den Niederländern wurde nach dem EM-Aus viel Porzellan zerschlagen. Die Egos schienen zu groß für einen Zusammenhalt. Klaas-Jan Huntelaar steht gar vor dem Rauswurf aus der Elftal. Auf Schalke ist man besorgt und gestattet dem Torjäger Sonderurlaub.
Manager Horst Heldt gibt Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar ausreichend Zeit, seine Enttäuschung und das blamable Vorrunden-Aus mit der niederländischen Mannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft zu verarbeiten.
"Klaas-Jan soll erstmal Urlaub machen, sich erholen und abschalten. Wann er zur Vorbereitung auf die neue Saison zu uns stößt, werden wir in Ruhe besprechen", sagte Heldt. Trainingsauftakt des FC Schalke 04 ist am 7. Juli in Gelsenkirchen.
Dass der Bundesliga-Torschützenkönig der abgelaufenen Saison (29 Tore) in seiner holländischen Heimat arg unter Beschuss geraten ist, weil er seine Unzufriedenheit über die Reservistenrolle und die schwache Oranje-Teamleistung (drei Niederlagen) bei der EM äußerte, interessiert Heldt nicht.
Huntelaar hat sich immer tadellos verhalten
"Bei uns hat Klaas-Jan sich immer tadellos verhalten. Er ist ein Vorbild in der Mannschaft", betonte der Sportvorstand. Heldt ließ durchblicken, dass man die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit dem Hunter bald wieder aufnehmen werde.
Schalkes Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies möchte die Personalie gern bald erledigt haben. In der Sport Bild äußerte er sich zuversichtlich, dass Huntelaar seinen 2013 auslaufenden Vertrag vorzeitig verlängert, möglichst um drei Jahre. "Er sollte langfristig auf Schalke bleiben. Er hat bei uns alles: Er spielt, er ist beliebt, er ist erfolgreich. Warum sollte er wechseln? Das wäre unvernünftig", erklärte Tönnies.





