Barbara Berlusconi hat den Plan für Milans Zukunft
Barbara Berlusconi, Vorstandsmitglied beim AC Milan, hat in der L'Equipe erklärt, wie der Traditionsclub der Serie A fit für die Zukunft gemacht werden soll. Um die Vorgaben des Financial Fairplay erfüllen zu können, hatte Milan am Saisonbeginn die Superstars Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva an Paris St. Germain verkauft und einen Umbruch in der Mannschaft eingeleitet. "Wir setzen auf die Jugend, einen ausgeglichenen Finanzhaushalt und wollen das deutsche Konzept, das Fußball als Entertainment begreift, nachahmen", erklärte Berlusconi laut gazzetta.it. Das große Vorbild bei dieser Umstrukturierung sei der FC Bayern, der so die Tochter von Clubchef Silvio Berlusconi, "hervorragende Umsatzzahlen vorweisen kann, sogar Profite erwirtschaftet und immer unter den Top-Clubs in Europa zu finden ist."
Milan: Gehälter den Umsatzzahlen anpassen
Auch Milans Ziel sei es, die Spielergehälter auf insgesamt maximal 50 Prozent des Umsatzes zu beschränken. Derzeit liegen sie bei ca. 70 Prozent, Tendenz fallend. Daher müsse der Club vermehrt darauf setzen, künftig selbst neue Superstars zu entdecken und zu fördern. So wie zum Beispiel Stephan El Shaarawy. "Er ist ein junges Talent, repräsentiert den Club perfekt, hat beide Beine auf der Erde. Mit ihm kann sich das Publikum identifizieren", beschrieb Berlusconi die Vorzüge des neuen Superstürmers, die auch für den zukünftigen neuen Milan-Spielertyp gelten sollen. Trotzdem wollte sie nicht ausschließen, dass die Fans auch weiter auf die Verpflichtung von Superstars hoffen dürfen, "allerdings nur als Ergänzung, die Basis sollen junge Spieler bilden". Schließlich soll das Publikum, das Berlusconi als Kunden versteht, zufriedengestellt werden, die Absatzzahlen von Merchandising-Artikeln möglichst gesteigert werden und vor allem eins sicher gestellt sein: dass Milan jedes Jahr zumindest um Titel mitspielt.