Selbstzweifel? Angeknackstes Selbstvertrauen? Erste Zweifel an der Teamzusamenstellung? In Miami waren diese Stichworte zwei Tage lang ein großes Thema. Gut für die Heat, dass ein 109:93-Kantersieg in Spiel vier der NBA Finals viele der Zweifel verschwinden ließ, wie sportal.de sah.
Mit einer beachtlichen Leistungssteigerung gegenüber dem lustlosen Auftritt in Spiel drei haben sich die Miami Heat in Spiel vier der NBA Finals bei den San Antonio Spurs durchsetzen können und in der Best-of-7-Serie zum 2:2 ausgeglichen. Vor allem die verbesserte Defensive der Heat machte den Gastgebern zu schaffen, bei denen einzig Tim Duncan Normalform erreichte, während Spielmacher Tony Parker nach wie vor an einer Muskelverletzung im Bein laboriert.
Von Beginn an konzentriert - sogar Chris Bosh
Bereits vor der Partie war klar - Miami konnte sich nur mit einem Sieg unbeschadet aus der Affäre ziehen, eine Niederlage hätte den 1:3-Rückstand in der Serie und somit fast das Ende aller Meisterschaftshoffnungen bedeutet. Und genau so ging der Titelverteidiger vom South Beach das Spiel dann auch an.
Wade und Bosh als Gamewinner
Zur Halbzeit konnten die Spurs mit einem Zwischenspurt noch zum 49:49 ausgleichen, auch nach dem dritten Viertel lag man nur fünf Punkte zurück und somit in Reichweite - doch eine Phase von knapp 4 Minuten Mitte des Schlussviertels, in denen Wade und Bosh mit 10 beziehungsweise 6 Punkten alle Zähler der Heat erzielten, brachte die Entscheidung zu Gunsten des Titelverteidigers.
Insgesamt zwangen die Heat die Spurs zu 19 Turnovern, die sie dann zu insgesamt 23 Punkten durch Fastbreaks ummünzen konnten - während die Spurs defensiv meist einen Schritt zu spät gegen die schnellen Antritte von James und Co. kamen. Vor allem Kawhi Leonard konnte nur sehr bedingt an seine tolle Form anknüpfen, mit der er vor allem LeBron James drei Spiele lang zur Verzweiflung gebracht hatte.
Miamis Big Three mit Galaauftritt
Miami, dass in diesen Playoffs noch keine zwei Spiele in Serie verloren hat, konnte sich nach langem Zweifeln endlich mal wieder auf seine Big Three verlassen - neben LeBron James (33 Punkte, 11 Rebounds) sorgten diesmal eben auch Wade (32 Punkte, 6 Rebounds, 6 Steals) und Bosh (20 Punkte, 13 Rebounds) für einen am Ende ungefährdeten Sieg des Titelverteidigers.
Bei den Spurs konnte einzig Duncan ansatzweise überzeugen (20 Punkte, 5 Rebounds) - doch die Verknüpfung eines in Parker angeschlagenen Spielmachers, einer Nullnummer von Manu Ginobili aus dem Feld (der sich bereits während der kompletten Serie in einer unterirdischen Form befindet) sowie eines viel zu lethargischen Reboundspiels konnte auch der viermalige Meister nicht mehr kompensieren.
Weiter geht es mit dieser Serie in der Nacht von Sonntag auf Montag, wenn Spiel fünf ansteht - ebenfalls im AT&T Center zu San Antonio und natürlich ebenfalls Live! bei sportal.de zu verfolgen!
