Wenige Tage vor dem ersten Clasico der Saison sind Real Madrid und der FC Barcelona sehr unterschiedlich in die Saison gestartet. Während Meister Real das Tor nicht traf, glänzten Barca und Lionel Messi beim locker herausgespielten 5:1-Sieg gegen Real Sociedad.
Am kommenden Donnerstag kreuzen die beiden Rivalen im Hinspiel der Supercopa in Barcelona erstmals in dieser Spielzeit die Klingen, die Eindrücke des ersten Spieltags machen die Blaugrana zum leichten Favoriten. Denn Real schaffte im ersten Heimspiel nur ein 1:1, hatte mit dem FC Valencia aber auch den wesentlich schwierigeren Gegner.
Im Estadio Santiago Bernabéu traf Gonzalo Higuain für Real (10.), Jonas sicherte Valencia einen Punkt (42.). Wesentlich torreicher ging es im Nou Camp zu, wo Carles Puyol (3.), Messi (11./15.), Pedro (41.) und David Villa (84.) für Barcelona trafen, Chori Castro (9.) hatte das Publikum in Barcelona kurz verstummen lassen.
Lionel Messi startet mit einem Doppelpack
Barcelona startete mit dem Wissen, dass der Erzrivale zum Auftakt gestolpert war, die alleinige Tabellenführung war natürlich eine besondere Motivation. Die starke Anfangsphase unterstrich dieses Ziel, denn bereits nach 16 Minuten führte der entthronte Meister mit 3:1. Und als hätte es die Sommerpause gar nicht gegeben, war es wieder Messi, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte.
Der Argentinier traf in typischer Manier zum 2:1, als er nach Pedros Zuspiel drei Gegenspieler stehen ließ und gefühlvoll in den Winkel schlenzte. Beim zweiten Treffer profitierte Messi von der guten Vorarbeit Pedros, am Fünfmeterraum hielt Messi nur seinen Fuß hin und ließ Keeper Claudio Bravo keine Chance.
Zu dem Zeitpunkt waren aber schon zwei Tore gefallen: Zunächst krönte Carles Puyol sein Comeback mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Xavi-Ecke, der Jubel der Barca-Spieler fiel besonders intensiv aus. Die Gäste nutzten im Gegenzug aber die erste Schwäche der Katalanen direkt zum zwischenzeitlichen Ausgleich, nach einem Fehler von Dani Alves netzte Chori Castro ein.
Vilanova setzt Iniesta und Piqué auf die Bank
Besonders im Fokus stand natürlich der neue Trainer Tito Vilanova, der mit den großen Fußstapfen von Pep Guardiola leben muss und die kritischen Stimmen eigentlich nur mit Erfolg besänftigen kann. Oder doch nicht? Vilanova hatte zum Auftakt ein paar Überraschungen parat, Andrés Iniesta saß wie Gerard Piqué nur auf der Bank, auch der genesene Villa nahm dort nach über acht Monaten Pause wieder Platz.





