Der neue türkische Fußballmeister Galatasaray Istanbul hat seine Meisterschale inmitten der schweren Krawalle am Wochenende erst auf politischen Druck von ganz oben bekommen. Wegen der Ausschreitungen in der Arena des Lokalrivalen Fenerbahce hätten Behördenvertreter Gelatasaray gedrängt, eine Übergabe in einer Umkleidekabine des Sükrü-Saracoglu-Stadions zu akzeptieren oder ganz darauf zu verzichten, berichteten türkische Medien. Galatasaray-Trainer Fatih Terim habe den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan angerufen, der ihm Hilfe zugesagt habe. "Wenn wir den Titel nicht hier erhalten, wird niemand mehr die Schale im gegnerischen Stadion bekommen können", habe Terim dem Regierungschef erklärt. Schließlich wurde die Meisterschale übergeben, nachdem Fenerbahce abgezogen war - ohne Flutlicht und nur vor den Lampen der Fernsehkameras. (dpa)



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