Nach dem Abschluss der olympischen Bahn-Wettbewerbe in London hat Silbermedailengewinner Maximilian Levy den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) und dessen Präsidenten Rudolf Scharping kritisiert. "Glückwünsche von der Verbandspitze sind bisher ausgeblieben. Ich glaube, da kommt per Post in den nächsten Tagen eine Urkunde mit 'Herzlichen Glückwunsch und so weiter' - ist ja klar, wo die dann landet", sagte Levy am Mittwoch im Deutschen Haus in den Docklands. BDR-Präsident und Ex-Verteidigungsminister Scharping, am Anfang der Spiele kurz in London, hätte der Cottbuser nicht "einmal gesehen oder gesprochen", sagte der Bronzemedaillengewinner im Teamsprint und Olympia-Zweite im Keirin. "Wir sind es gewohnt, dass wir Bahnradsportler vielleicht mal bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen kurz im Fokus stehen. Erfolge werden nicht entsprechend gewürdigt", sagte der 25-jährige Levy, der sportlich eine gute Bilanz nach den fünf Tagen im Velodrom ziehen konnte.
