Der Nordire Graeme McDowell hat das Finale der mit drei Millionen Euro dotierten Volvo World Match Play Championship gewonnen. Dabei profitierte er im Finale vom Einbruch seines Kontrahenten Thongchai Jaidee.
Nachdem McDowell und Thongchai Jaidee aus Thailand in ihren Halbfinals jeweils mit 3 und 2 gegen Branden Grace und Thomas Aiken erfolgreich waren, setzte sich McDowell im Finale am Sonntagnachmittag dank eines totalen Leistungseinbruchs seines Kontrahenten auf den Back Nine mit 2 und 1 durch. Mit dem Turniersieg übernimmt McDowell die Führung im Race to Dubai.
Den besseren Start ins Finale erwischte Jaidee, der auf der European Tour in diesem Jahr noch nie den Cut verpasst hatte. Mit Birdies auf den Löchern zwei und vier spielte er sich schnell mit 2 auf in Front. Doch in der Folge konnte Jaidee entscheidende Putts nicht lochen und hielt McDowell so in der Partie. Der Nordire roch Lunte und glich mit Birdies auf der Sieben und der Elf wieder aus.
Jaidee geht die Luft aus
Endgültig auf den Kopf gestellt war das Finale auf dem hügeligen Kurs im bulgarischen Kavarna dann an Loch 14, als Jaidee einen völlig missglückten Abschlag ins hohe Rough setzte und das Bogey danach nicht mehr verhindern konnte.
Nach einem vergebenen Putt von Jaidee auf der folgenden Bahn erhöhte McDowell schließlich auf 2 auf. Spätestens danach war bei seinem Kontrahenten endgültig die Luft raus. So konnte Jaidee trotz eines verhungerten Chips von McDowell auf der 16 das Loch nicht für sich entscheiden.
Zwar hatte Jaidee auf der 17 bei einem langen Putt noch einmal die Chance zum Birdie und damit die Möglichkeit, McDowell doch noch einmal unter Druck zu setzen, doch sein Ball fiel nicht - damit hatte der Nordire ein golferisch mäßiges Finale schließlich verdientermaßen mit 2 und 1 für sich entschieden.
Mit dem Preisgeld von 800.000 Euro für den Turniersieg löst der Weltranglistenachte zudem den Australier Brett Rumford an der Spitze im Race to Dubai ab.
Zwei Südafrikaner im Halbfinale raus
Zuvor mussten im Halbfinale zwei Südafrikaner die Segel streichen: Für Thomas Aiken war gegen Jaidee nach 16 Bahnen Schluss. Schon nach vier Löchern zog der Thailänder, der an diesem Wochenende teilweise ganz starkes Golf zeigte, bereits mit 3 auf davon.
Zwar konnte Aiken mit Birdies auf der Fünf und der Acht sowie einem Par auf Bahn zwölf insgesamt drei Löcher für sich entscheiden, doch starke sieben Birdies des fünfmaligen Turniersiegers auf der European Tour waren für Aiken an diesem Tag nicht aufzuholen.
McDowell gelang in seinem Halbfinale gegen den zweiten Südafrikaner Branden Grace sogar noch ein Birdie mehr als seinem späteren Finalgegner. So reichte Grace auch eine eigentlich gute Runde mit fünf Birdies und keinem einzigen Bogey nicht fürs Finale.
Autor: Martin Jahns
