Roger Federer hat beim ATP-Masters in Rom das Halbfinale erreicht. Gegen den Polen Jerzy Janowicz hatte der Rekord-Grand-Slam-Sieger aber so seine Schwierigkeiten, bevor er schließlich mit 6:4 und 7:6 triumphierte.
Der erste Satz war von schnellen Spielgewinnen geprägt, keiner der beiden Spieler fand ein Mittel gegen das starke Aufschlagsspiel des anderen, allein Federer konnte im ersten Satz fünf Asse verbuchen. Im zweiten Aufschlagsspiel des Schweizers hatte Janowicz einmal zwei Breakchancen nach einem starken Crosscourt-Winner, die er aber nicht nutzen konnte: Federer schloss das Spiel schließlich mit einem Ass ab.
Bis zum Stand von 4:5 war kein Aufschlagsspiel wirklich gefährlich. Zu stark waren die Aufschläge der beiden, lange Ballwechsel waren Mangelware. Federers erster Breakball nach einem leichten Vorhandfehler des Polen war gleichzeitig der Satzball, den er mit einem Vorhand-Passierschlag prompt verwertete.
Janowicz kann Break nicht durchbringen
Im zweiten Satz gelang Janowicz direkt das Break, weil Federer Probleme mit der Vorhand hatte und zwei einfache Bälle weit ins Aus spielte. Im Anschluss ergab sich wieder das Bild aus dem ersten Satz. Federer sah gegen Janowicz' Aufschlag kein Land, wenn der Schweizer den Polen in die Ballwechsel zwang, hatte er meist das bessere Ende für sich.
So blieb es bis zum 5:4 für den Underdog, der dann zum Satzausgleich aufschlug. Seinen Satzball vergab er jedoch mit einem verschenkten Stop, daraufhin holte sich der Schweizer die Breakbälle. Zwei konnte Janowicz noch abwehren, den dritten verwandelte Federer zum 5:5.
Danach sah es nach einem schnellen Ende aus: Federer brachte seinen Aufschlag mühelos durch, drei Fehler von Janowicz brachten ihm dann zwei Matchbälle ein. Die konnte er noch abwehren, im Tiebreak war Federer aber dann doch zu stark. Es war schon nach Mitternacht Ortszeit, als er nach 1:26 Stunden das Match endgültig beendete.
Im Halbfinale trifft Federer nun auf den Franzosen Benoit Paire. Das zweite Halbfinale bestreiten Tomas Berdych und Rafael Nadal.
Autor: Jöran Landschoff
