Der Weltranglistenerste Novak Djokovic ist beim ATP-Masters in Rom im Viertelfinale gescheitert und befindet sich neun Tage vor Beginn der French Open (26. Mai bis 9. Juni) weiter im Formtief.
Der Serbe unterlag in der Runde der letzten Acht nach 2:22 Stunden dem Weltranglistensechsten Tomas Berdych mit 6:2, 5:7, 4:6.
Dabei sah es zu Beginn nach einer klaren Sache für Djokovic aus. Beim Stand von 2:1 nutzte derseinen dritten Breakball zum Spielgewinn. Mit Break Nummer zwei nach einem Vorhandball ins Netz durch Berdych entschied der Serbe dann nach 32 Minuten den ersten Satz klar für sich.
Der Weltranglistensechste fand kein Mittel gegen den Serben, der bei eigenem Service im ersten Satz keinen einzigen Breakball und nur vier Punkte für Berdych zuließ.
Im zweiten Satz begann der Tscheche konzentrierte und ließ bei seinen ersten beiden Aufschlagspielen nichts anbrennen, doch beim Stand von 2:3 hatte der Tscheche Pech, als ihm Djokovic dank eines Netzrollers mit der ersten Breakchance des zweiten Satzes den Aufschlag abnahm
Doch Berdych kam zurück und nahm Djokovic mit seiner allerersten Breakchance der Begegnung per Rückhand auf die Linie den Aufschlag ab, als der beim Stand von 5:3 zum Matchgewinn servierte. Danach war vom druckvollen Spiel des Serben erst einmal nichts mehr zu sehen. Berdych steigerte sich im Gegenzug und nahm dem Djoker, der als einzige Nicht-Spanier das Masters in Rom in den letzten zehn Jahren gewinnen konnte (2008 und 2011), beim 5:5 erneut den Aufschlag ab. Mit zwei Vorhand-Winnern erzwang er einen Entscheidungssatz.
Djokovic konnte sein erstes Service im dritten Durchgang für sich entscheiden, das zweite musste er aber jedoch abgeben: Zu gut spielte Berdych mittlerweile, dazu kamen ungewohnte Fehler. Die folgenden Spiele waren fast allesamt hart umkämpft, aber Berdych hielt den Vorsprung und stellte mit einem Smash auf 5:3.
Aber gegen die Aufschläge von Berdych war in diesem Satz kein Kraut gewachen. Der 1,96 Meter große Tscheche machte im dritten Satz unglaublich 23 von 25 Punkten über den ersten Aufschlag. Djokovic konnte zwar beim 3:5 aus seiner Sicht noch einmal drei Matchbälle abwehren, aber mit Ass Nummer neun machte Berdych die Überraschung perfekt.
Im Halbfinale trifft die Nummer sechs der Setzliste nun auf den Sieger der Partie Ferrer - Nadal.
Autor: Martin Jahns
